Europäischer Sozialfonds (ESF)

Für Maßnahmen gegen die Arbeitslosigkeit und für die berufliche Qualifizierung sowie gegen soziale Ausgrenzung stellt die Europäische Union in der Förderperiode 2014-2020 durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) rund 80 Mrd. Euro zur Verfügung.

Hauptzielgruppen sind benachteiligte junge Menschen, insbesondere auch ohne Schul- und Berufsabschluss, Langzeitarbeitslose, Frauen und Erwerbstätige, insbesondere solche mit geringer Qualifikation oder geringen Einkommen, sowie Personen mit Migrationshintergrund, v. a. in schwierigen Lebenslagen (z. B. Flüchtlinge).

 

Der ESF und die Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds)


Der ESF gehört zu den fünf europäischen Struktur- und Investitionsfonds (ESI-Fonds). Die Kohäsions- und Strukturpolitik ist ein Teilbereich der allgemeinen Wirtschaftspolitik. Ihre Aufgabe ist es insbesondere, strukturschwachen Regionen dabei zu helfen, Standortnachteile abzubauen und Anschluss an die allgemeine Wirtschaftsentwicklung zu halten. Mit den Mitteln der ESI-Fonds sollen Europas Regionen und Städte wettbewerbsfähiger werden.

Die Kohäsions- und Strukturpolitik ergänzt dabei die nationale Regionalpolitik im Sinne der Europa 2020-Strategie.

Die ESI-Fonds werden von den EU-Ländern selbst im Rahmen von Partnerschaftsvereinbarungen verwaltet. Die förderungsfähigen Maßnahmen fließen direkt in die einzelnen Länder, bzw. in deren Regionen. Dort konkretisiert sich die nationale Strategie – unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen und sektoralen Besonderheiten – durch die Operationellen Programme (OP) und die Entwicklungsprogramme für die Ländlichen Räume (EPLR).

Der ESF wird in Deutschland umgesetzt durch:

  • 16 Operationelle Programme  (für jedes Bundesland eines)
  • sowie einem Multifonds-Programm (EFRE/ESF)
  • und das ESF-Programm des Bundes mit dem Motto "Zusammen.Zukunft.Gestalten".

 

Kulturförderung durch den ESF


Die Fördermaßnahmen sind auf die jeweiligen Problemlagen der Regionen zugeschnitten. Das bedeutet, dass Kultur in manchen "Operationellen Programmen" kaum eine oder keine Rolle spielt, in anderen aber als Faktor zur regionalen Entwicklung Eingang in die Fördermaßnahmen finden kann.

Anzumerken ist, dass durch die regionale Ausrichtung von Strukturfonds keine grenzüberschreitenden Partnerschaften für Kulturprojekte nötig sind. Das bedeutet, dass Projekte ohne weitere Projektpartner aus anderen Ländern gefördert werden können.

♦ TIPP: Weiter unten auf dieser Seite finden Sie Beispiele von Projekten mit Kulturbezug, die durch den ESF gefördert wurden und werden.

 

Eckdaten

Wer kann beantragen?

Bildungseinrichtungen, Öffentliche Einrichtungen, Unternehmen, Verbände und Vereinigungen etc.
Die Operationellen Programme (OP) legen für die einzelnen Fördermaßnahmen fest, welche Organisationen und Einrichtungen Förderungen beantragen können.

Was wird gefördert?

Es gibt drei thematische Ziele:

A: Förderung nachhaltiger und hochwertiger Beschäftigung und Unterstützung der Mobilität der Arbeitskräfte

B: Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut und jeglicher Diskriminierung

C: Investitionen in Bildung, Ausbildung, und Berufsbildung für Kompetenzen und lebenslanges Lernen

Schwerpunktmäßig wird der ESF in der neuen Förderperiode einen Beitrag zur Sicherung des Fachkräftebedarfs leisten sowie die soziale Inklusion fördern und Armut bekämpfen. Weitere Schwerpunkte bilden die Förderungen von Selbständigkeit, die Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie die Verbesserung des Bildungsniveaus und lebenslanges Lernen.

ESF-Mittel fließen u.a. in Projekte, die den kulturellen Bereich als Arbeitsmarkt und Standortfaktor etablieren. Dies sind Qualifizierungsmaßnahmen, berufliche Weiterbildung, die Entwicklung von Studienangeboten in kulturellen Fächern unter Einbeziehung von arbeitsmarktrelevanten Fähigkeiten sowie Existenzgründungen.

Welche Maßnahmen im Speziellen gefördert werden, entnehmen Sie den jeweiligen Operationellen Programmen der Bundesländer. Siehe Kontakt/Beratung in Deutschland, bzw. Österreich.

Projektbeispiele für soziale Projekte mit Kulturbezug finden Sie weiter unten!

Bewilligungskriterien

Die Bewilligungskriterien sind je nach zu fördernder Maßnahme verschieden, sie werden in den Ausschreibungen der Landesbehörden spezifiziert.

Finanzielle Aspekte

Im Zeitraum von 2014 bis 2020 vergibt der ESF Mittel von rund 80 Mrd. Euro an Mitgliedstaaten und Regionen in der EU. Für Deutschland stehen rund 7,5 Mrd. Euro zur Verfügung; rund 2,7 Mrd. Euro für das ESF-Bundesprogramm und für die Operationellen Programme der Bundesländer stehen noch einmal insgesamt rund 4,8 Mrd. Euro zur Verfügung.

Der ESF – wie auch der EFRE – funktioniert nach dem Prinzip der Kofinanzierung. Werden Projekte aus den Strukturfonds gefördert, müssen stets auch öffentliche Mittel des betreffenden Landes beigesteuert werden. Außerdem gilt: Die EU-Regionalförderung erfolgt immer zusätzlich zur Unterstützung durch die Mitgliedstaaten selbst. Sie darf diese nicht ersetzen (sog. Additionalitätsprinzip).

Antrags- und Auswahlverfahren

Grundlage für die Umsetzung der ESF-Mittel in Deutschland sind die Operationellen Programme (OP) auf Bundesebene sowie auf Ebene der Länder. Details zur Antragstellung sind in den Operationellen Programmen festgelegt bzw. können bei den Landesbehörden erfragt werden. Wenn Sie sich für eine Antragstellung entscheiden, empfehlen wir dringend die Kontaktaufnahme mit der zuständigen Landesbehörde.

Rechtsgrundlage

Verordnung (EU) Nr. 1304/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20. Dezember 2013, S. 470.

Die Verordnung (EU) Nr.1303/2013 enthält gemeinsame Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Europäischen Sozialfonds (ESF), den Kohäsionsfonds (KF), den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Für diese Fonds gilt ein gemeinsamer Rahmen, der als „Europäische Struktur- und Investitionsfonds“ (ESIF) bezeichnet wird.

 

Links & Kontakte

Allgemeine Informationen

Kontakt/Beratung in Deutschland

Zentraler Ansprechpartner

Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Referat EF 1 - Europäischer Sozialfonds: Verwaltungsbehörde
Arnold Hemmann
Rochusstraße  1
53123 Bonn
E-Mail: esf[at]bmas.bund[dot]de
Internetseite

Für konkrete Fragen finden Sie eine Liste aller Kontaktstellen auf Bundes- und Länderebene hier.

Kontakt/Beratung in Österreich

Das Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK)
Abteilung VI/9, ist als “fondskorrespondierende Stelle” zuständig für die Gesamtkoordination des ESF in Österreich.
Kontaktformular

Für konkrete Fragen finden Sie eine Liste aller nationalen und regionalen Kontaktstellen hier.

Projektbeispiele

Projekte (2014-2020)

Tanzensemble Sham: Kultur verbindet - Creative Industries Meet Immigrants (CIMI) I

©TIGZ, Foto: Mohammad Abou Chucker

Sie sind Palästinenser, Kurden und Syrer. Sie sind aus Hessen, dem Saarland, Bayern, Schleswig-Holstein und Sachsen nach Ginsheim-Gustavsburg gekommen. Sie alle stammen aus Syrien. Dort waren sie Mitglieder professioneller Tanzensembles, bis der Bürgerkrieg sie aus ihrer Heimat vertrieb. Jetzt sind sie zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder vereint. In Gustavsburg haben die sieben jungen Männer im Rahmen der Förderung ein Tanzprogramm ausgearbeitet. In diesem Programm stellen sie ihre Erfahrungen von Krieg und Flucht und ihre Sehnsucht nach dem friedlichen Zusammenleben aller Menschen dar.

Dieser Wunsch drückt sich auch im Namen des Ensembles aus. Sham ist die arabische Bezeichnung für das historische Syrien, was in etwa die heutigen Staatsgebiete von Syrien, Libanon, Palästina und Jordanien umfasste. Auch die Stadt Damaskus wird in Syrien meist Sham genannt. Dort haben die Tänzerinnen und Tänzer ihre Ausbildung absolviert und mehr als zehn Jahre zusammen getanzt. Mit verschiedenen Ensembles bereisten sie die Welt: Tourneen führten sie in zahlreiche arabische Länder, auf den afrikanischen Kontinent nach Ägypten und Algerien sowie nach Europa.

„Wir unterscheiden uns in Glaube und Nationalität, doch Syrien hat uns zusammengebracht und in der Heimat vereint", erklärt Guevara Al Soudi, der seit zwei Jahren in Deutschland lebt und seither versucht hat, die Gruppe wieder zusammenzubringen. In Gustavsburg hat sie nun eine Basis gefunden, um zu proben und das neue Programm zu entwickeln. Die TIGZ Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum GmbH, bei der das Projekt „Kultur verbindet" angesiedelt ist, unterstützt in organisatorischen Fragen, im Marketing und vor allem mit Netzwerkkontakten. Daraus zeichnen sich bereits etliche Auftrittsmöglichkeiten ab verbunden mit einer „Dankeschön-Tournee" durch Hessen. Denn auch das ist ein Anliegen von Sham: „Durch unseren Tanz wollen wir der Gesellschaft, in der wir jetzt leben, ein Stück unserer Heimat zeigen", sagt Al Soudi. „Wir wollen in Erinnerung rufen, dass sie eine Geburtsstätte der Zivilisation ist. Zum Beispiel stammt eine der ältesten überlieferten Sprachen der Welt, das Ugaritische, von hier.“

Programmbereich: ESF Hessen; Investitionspriorität B1: Förderung der sozialen Inklusion sowie Bekämpfung von Armut; Arbeitsmarktbudget
Laufzeit: 2015-2016
Fördersumme: 90.000 Euro
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Erstellung und Durchführung einer Schwarzlichtkunstausstellung

Das Projekt des Kulturinsel e. V. ist für Arbeitslose konzipiert. Unter fachlicher Anleitung wird handwerklich und künstlerisch-kreativ an der Erstellung von Skulpturen und Bildwerken gearbeitet, die unter Schwarzlicht effektvolle Leuchtbilder entstehen lassen. Mit den Ergebnissen wird gemeinsam eine Wanderausstellung konzipiert und auf den Weg gebracht. Nach einer ersten intensiven Phase der Planung, Materialbeschaffung und der Vermittlung der Grundlagen im Umgang mit den künstlerischen Arbeitsmaterialien und Werkzeugen trifft sich die Gruppe in der Regel zweimal wöchentlich in der Künstlerwerkstatt des Kulturinsel e. V. Es ist sehr schnell gelungen, Teilnehmer*innen, auch aus dem Quartier, für die Projektarbeit zu interessieren und für eine regelmäßige Teilnahme zu motivieren. Die neun Teilnehmenden erstellen Vorlagen für das Malen und Zeichnen von Bildern und Entwürfe für Ausstellungsobjekte und die Gestaltung des Ausstellungsraumes. Im nächsten Schritt geht es an die konkrete Herstellung von Bildern, Ausstellungsobjekten und Dekorationen. Es ist Raum und Zeit für den Austausch und die Umsetzung vieler interessanter, kreativer Ideen.

Schon im Sommer 2015 können erste Ausstellungen von Schwarzlichtbildern und –objekten stattfinden. Im Rahmen der Veranstaltung „Leher Kultursommer“ wird ein Raum in der Einrichtung „Rückenwind für Leher Kinder e.V.“ für eine dreiwöchige Ausstellung hergerichtet. Auch während des Straßenfestes in der „Alten Bürger“ sind Bilder in der Kulturinsel öffentlich zu besichtigen. Die große geplante Abschlussausstellung findet im März 2016 in den Räumlichkeiten der Kulturinsel statt. Viele der erstellten Bilder und Objekte sind bis auf weiteres noch in der Kulturinsel zu besichtigen. Interessierte Teilnehmende sind angeregt, den Kulturinsel e. V. auch weiterhin zu besuchen, um sich in der Gruppe künstlerisch-kreativ zu betätigen.

Programmbereich: ESF Bremen, Verbesserung der sozialen Teilhabe durch niedrigschwellige Angebote im benachteiligten Sozialräumen; B2.3.3_LOS
Laufzeit: 2015-2016
Fördersumme: 9.999 Euro
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ORNAMENT – Mode-Kunstprojekt für Frauen

©Elke Prieß

Im Projekt ORNAMENT von der QUARTIER gGmbH dreht sich alles um eine Mode-Kunst-Werkstatt. Die Zielgruppe sind interessierte Frauen aller Altersgruppen und Nationalitäten aus den Bremer Stadtteilen Kattenturm und Arsten-Nord, die Spaß daran haben, gängige Modemuster zu durchbrechen, zu verändern oder aus der vorgegebenen Ordnung auch einmal „kreative Unordnung“ zu machen.

Ausgehend von der Frage, ob Muster in unserer modernen, globalisierten Welt noch Ausdruck von Identität oder sogar Individualität sein können, entwerfen die Teilnehmerinnen unter Anleitung professioneller Künstler*innen eigene, individuelle Muster und Ornamente und übertragen sie mit verschiedenen handwerklichen Techniken auf Stoffe und andere Materialien. Zusammen mit einer Modedesignerin fertigen die Frauen daraus unkonventionelle Kleidung und Accessoires. Über den Projektzeitraum trifft sich die Gruppe regelmäßig. In einer abschließenden, mit einer Choreografin eingeübten Inszenierung werden die Kreationen von den Teilnehmerinnen im Stadtteil präsentiert.

Zusätzliche Workshops (Choreografie/ Performance, Fotoinszenierung, Schmuckdesign, Körperbemalung) und Besuche von Kunsteinrichtungen ergänzen die Werkstatt.

Programmbereich: ESF Bremen/Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS-Bremen III)
Laufzeit: 2017-2019
Fördersumme:15.954 Euro
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International Music Education – IME

@Jonas Walzberg

International Music Education – IME schafft für Geflüchtete mit musikalischer und/oder pädagogischer Vorbildung in beruflicher, sprachlicher und kultureller Hinsicht bessere Zugangschancen zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Im Rahmen eines 18-monatigen Bundesfreiwilligendienstes Welcome arbeiten die Teilnehmenden 20,5 Wochenstunden in einer Kita im Tandem mit dortigen Erziehern. Die Teilnehmer erhalten eine musikpädagogische Fortbildung (240 Stunden) in der „Music Learning Theory“ nach Edwin E. Gordon sowie Grundlagen der Elementaren Musikpädagogik durch Dozenten der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Ziel ist es, eine spätere Beschäftigung in Betreuungseinrichtungen für Elementarkinder im Bereich der musikalischen Früherziehung zu erreichen. International Music Education leistet damit für eine spezifische Gruppe geflüchteter Menschen einen innovativen Beitrag zum Vorhaben "W.I.R - work and integration for refugees" und bietet Kindergärten qualifizierte Kräfte für eine adäquate Ansprache für Kinder mit Fluchthintergrund.

Träger des Projektes IME ist die Stiftung Kultur Palast Hamburg. Die musikpädagogische Qualifizierung wird in enger Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Hamburg entwickelt und begleitet. In Kooperation mit Stadtkultur Hamburg bildet der BFD Welcome die Beschäftigungsstruktur in Zusammenarbeit mit mehr als 20 Kitas, einer Erzieherfachschule und der Hochschule für Angewandte Wissenschaften.

Programmbereich: Hamburg ESF, Berufliche Qualifizierung für Geflüchtete
Laufzeit: 2017-2019
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Projekte (2007-2013)

Vielfalt und Dialog

"Vielfalt und Dialog" ist ein ganzheitliches Vorhaben des Netzwerks ALBuM (Arbeiten, Lernen, Beraten mit und für Menschen mit Migrationshintergrund) in Hannover. Die Chancen und Möglichkeiten der kulturellen Vielfalt der Gesellschaft sollen genutzt werden, indem diese kulturelle Vielfalt aktiv mitgestaltet wird. Ziel ist die Bekämpfung von Fremdenfeindlichkeit, indem die Beschäftigungs-und Konfliktfähigkeit gesteigert und interkulturelle und soziale Kompetenzen gestärkt werden. Im Netzwerk ALBuM haben sich acht Vereine und Bildungseinrichtungen zusammengeschlossen, darunter der Bildungsverein Soziales Lernen und Kommunikation und der Bund Türkisch-Europäischer Unternehmer/-innnen.

In interkulturelle Tandems von Migrantenorganisationen und Bildungseinrichtungen werden in drei Handlungsfeldern Maßnahmen umgesetzt. Zu den Angeboten zählen z.B. Sprachferien und Unterstützung bei Bewerbungen, um Menschen mit Migrationshintergrund zielgerichtet für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Um junge Menschen beim Übergang in den Beruf zu unterstützen, wird ihnen die Möglichkeiten gegeben in verschiedenen Berufsfeldern ihre Stärken zu erkennen. Interkulturelle Trainings werden zielgruppenorientiert durchgeführt, um Menschen dafür zu sensibilisieren, ihr eigenes Handeln zu reflektieren und ihre interkulturellen Kompetenzen zu stärken.

Laufzeit: 2009-2012

Community of Practice on Partnership in the ESF

Partnerschaften werden als wertvolle und notwendige politische Instrumente angesehen, mit denen die Ergebnisse der Operationalen Programme verbessert werden können. Folglich haben sich acht Mitgliedstaaten vereint und gemeinsam das Netzwerk "Community of Practice on Partnership in the ESF" (COP) gegründet. Ziel des Projekts ist es, Wissen über kreative Partnerschaften zu sammeln und auszutauschen und diese Erfahrungen für Projekte im Rahmen der EU-Strukturfonds, insbesondere des ESF, effektiv anzuwenden.

COP wird vom Österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz gemeinsam mit dem Zentrum für Soziale Innovation in Wien geleitet. Partnerinstitutionen aus Deutschland, Belgien, Irland, Ungarn, Portugal, Rumänien und Polen nehmen an dem Projekt teil.

Laufzeit: 2009-2011
Weitere Informationen

space!lab - I pimp my futurespace!lab - I pimp my future

spacelab ist ein niederschwelliges arbeitsmarktpolitisches Angebot für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche ab 15 Jahren in Wien, die einen erhöhten Bedarf an begleitender Unterstützung bei der
Bildungs- und Berufsplanung haben. Träger des Projekts sind der Verein zur Schaffung offener Kultur- und Werkstättenhäuser (WUK), Volkshilfe Beschäftigung und der Verein Wiener Jugendzentren.

Es gibt mehrere modulartige Angebote. Dazu zählen Beratungsangebote an den zwei Standorten, Bewerbungsbegleitung sowie bezahlte Arbeitserfahrung in den Gruppen Kreativwerkstatt, Medienwerkstatt, Grünraumarbeit und Ökowerkstatt. So werden beispielsweise in der Medienwerkstatt Publikationen gefertigt und Filme produziert und dabei die einzelnen Schritte wie Kameraführung, Schnitt, Moderation, Text- und Bildbearbeitung geübt. In der Kreativwerkstatt werden Textilien mit eigenen Motiven im Siebdruckverfahren bedruckt, selbst gestaltete Taschen genäht sowie Möbelstücke und andere Gebrauchsgegenstände hergestellt. Das Motto des Projekts lautet "hinschauen, mitarbeiten und weiterkommen".

Laufzeit: 2010-2012
Fördersumme: 2,09 Mio. Euro

Kundien - Dienstleistung als Kunst

Ziel des Forschungsprojektes "Kundien - Dienstleistung als Kunst" war es, Professionalisierungsstrategien für Dienstleistungen zu entwickeln und zu erproben. In dem interdisziplinär angelegten Projekt arbeiteten betriebliche Partner (B&O Service und Messetechnik, Heidelberger Inkasso, Kölsch & Altmann), und wissenschaftliche beziehungsweise künstlerische Institutionen wie der Verein für Ausbildungsforschung und Berufsentwicklung, die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft, die Ludwig-Maximilians-Universität München, zusammen.

Grundlage war die Annahme, dass die Anforderungen, die sich für moderne Dienstleistungsarbeit stellen, denen ähneln, die in künstlerischen Prozessen bewältigt werden müssen. Daran anknüpfend wurden Modelle des "Künstlerischen Handelns" auf ihre Nutzbarmachung für die Dienstleistungsarbeit untersucht. Theoretische Betrachtungen und die praktische Erfahrungen flossen schließlich in drei Ergebnisse zusammen: der Aufstellung eines "Leitbildes Dienstleistungskünstler/in", der Entwicklung betriebsspezifischer Kompetenzentwicklungskonzepte und der Ausarbeitung von Hinweisen für die Aus- und Weiterbildung im Dienstleistungsbereich.

Laufzeit: 2008 - 2011
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