Europäische Territoriale Zusammenarbeit (INTERREG)

Das Ziel der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ, früher INTERREG) ist die Unterstützung von grenzüberschreitenden Kooperationen zwischen Regionen und Städten für eine ausgewogene wirtschaftliche und soziale Entwicklung von Gebieten in- und außerhalb der EU, indem sie die Zusammenarbeit von Regionen in drei Ausrichtungen fördert.

Interreg wird nicht zentral durch die Europäische Kommission verwaltet. In jedem Grenzraum definieren Vertreter der nationalen und regionalen Behörden der beteiligten Mitgliedstaaten unter Beteiligung von Kommunen, Wirtschafts- und Sozialpartnern und Nichtregierungsorganisationen die Entwicklungsprioritäten des jeweiligen Programms. Die Umsetzung erfolgt in konkreten Projekten, zu denen sich Partner aus zwei oder mehr Staaten zusammenfinden müssen.
Informationen zu den aktuellen Herausforderungen und europapolitischen Grundlagen für die Kohäsionspolitik bietet das Hintergrundpapier zur Strukturfondsperiode 2014-2020.

Kulturförderung durch INTERREG

Im kulturellen Bereich wurden bisher aus den INTERREG-Programmen z.B. der Aufbau von grenzübergreifenden Netzwerken für Kulturaustausch, Kulturstraßen, Aufbau und Erweiterung von Infrastrukturen wie Museen sowie Touristik- und Kulturzentren, Erhalt und Aufwertung von Kulturerbe, gemeinsame Marketing-Konzepte oder grenzüberschreitende Medien gefördert.

Innerhalb der grenzüberschreitenden Programme (INTERREG Ausrichtung A) beinhalten die meisten einzelnen Programme Prioritätachsen, die auf kulturelle Maßnahmen abzielen. Für den Bereich der transnationalen Zusammenarbeit (INTERREG Ausrichtung B) sind für die Förderperiode 2014-2020 insbesondere die Kooperationsräume Donauraum (Priorität: Environment and culture responsible Danube region) und Mitteleuropa (Priorität: Culture and Enviroment) für Kulturvorhaben von Interesse. Im Bereich Interregionale Zusammenarbeit (INTERREG Ausrichtung C) ist das Programm URBACT für Kulturprojekte hervorzuheben.

♦ TIPP: Weiter unten auf dieser Seite finden Sie Beispiele von Projekten mit Kulturbezug, die durch INTERREG gefördert wurden und werden.

 

Die Ausrichtungen der Zusammenarbeit

Die drei Ausrichtungen der geförderten Zusammenarbeit von Regionen sind:

Ausrichtung A

Ausrichtung A – grenzüberschreitende Zusammenarbeit: unterstützt die grenzübergreifende Zusammenarbeit benachbarter Gebiete an den Binnen- und Außengrenzen der Europäischen Union sowie bestimmter Küstengebiete. Deutschland beteiligt sich an insgesamt 13 grenzüberschreitenden Programmen, die dezentral verwaltet werden und Österreich an 7 grenzüberschreitenden Programmen, die dezentral verwaltet werden.

Ausrichtung B

Ausrichtung B – transnationale Zusammenarbeit: zwischen nationalen, regionalen und lokalen Akteuren kann im gesamten Gebiet der EU sowie den angrenzenden Regionen gefördert werden. Aktuell werden 14 Kooperationsräume oder Programme unterschieden, in denen eine Vielzahl von unterschiedlichen Projekten durchgeführt werden. Deutschland ist in sechs dieser Programme vertreten:

Ausrichtung C

Ausrichtung C – interregionale Zusammenarbeit: zielt auf Vernetzung (Informations- und Erfahrungsaustausch) im Bereich der Regionalpolitik und ihrer Instrumente zwischen Gebieten in der EU und den benachbarten Ländern; Interreg C gliedert sich in vier Programme:

 

Eckdaten

Wer kann beantragen?

Antragsberechigt sind je nach Maßnahme private Institutionen und Unternehmen, öffentliche Träger, nationale, regionale und kommunale Körperschaften, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Verbände und Kammern, Nichtregierungsorganisationen und andere Einrichtungen.

Was wird gefördert?

Im Rahmen der grenzübergreifenden Zusammenarbeit zählen zu den Investitionsprioritäten u.a. die Förderung nachhaltiger Beschäftigung und Unterstützung grenzübergreifender Mobilität, Förderung der sozialen Inklusion und Bekämpfung von Armut, Investitionen in Bildung, Ausbildung und Berufsbildung; im Rahmen der transnationalen sowie der interregionalen Zusammenarbeit u.a. die Verbesserung der institutionellen Kapazitäten von öffentlichen Behörden und Interessenträgern.

Bewilligungskriterien

Die spezifischen Kriterien sind in den jeweiligen Operationellen Programmen (OP) im Zusammenhang mit den vorgesehenen Maßnahmen definiert.
Allgemeine Kriterien sind (Auswahl):

  • nur solche Operationen sind förderfähig, die von den innerhalb eines Programmraums beteiligten Akteuren gemeinsam ausgewählt wurden und von denen ein ausreichender Teil des jeweiligen Kooperationsraumes profitiert
  • Realisierung des Projekts im geografischen Gültigkeitsbereich des jeweiligen INTERREG-Programms  
  • Sicherung eines nationalen Kofinanzierungsanteils durch den Projektpartner
  • Realisierung innerhalb des jeweils vorgesehenen Zeitraums
  • inhaltliche Ausrichtung des Projekts entsprechend dem jeweiligen INTERREG-Programm

Finanzielle Aspekte

Die Mittel für die grenzüberschreitende, die transnationale und die interregionale Kooperation werden aus dem EFRE, dem ESF und dem Kohäsionsfonds bereitgestellt. Insgesamt stehen rund 8,9 Milliarden Euro für die Laufzeit von 2014-2020 zur Verfügung.

Antrags- und Auswahlverfahren

Grundlage der INTERREG-Förderung sind die Operationellen Programme.
In den grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Programmen gibt es jährlich zwischen ein und zwei Aufrufen zur Einreichung von Vorschlägen. Diese sind abhängig von der jeweiligen Maßnahme und auf den Internetseiten der entsprechenden Programmsekretariate zu finden. In den grenzüberschreitenden Programmen (Ausrichtung A) gibt es nicht immer gesonderte Aufrufe, hier können teilweise ganzjährig Anträge eingereicht werden.

Rechtsgrundlage

Verordnung (EU) Nr. 1299/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit besonderen Bestimmungen zur Unterstützung des Ziels "Europäische territoriale Zusammenarbeit" aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20. Dezember 2013, S. 259.

Die Verordnung (EU) Nr.1303/2013 enthält gemeinsame Bestimmungen über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Europäischen Sozialfonds (ESF), den Kohäsionsfonds (KF), den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF). Für diese Fonds gilt ein gemeinsamer Rahmen, der als „Europäische Struktur- und Investitionsfonds“ (ESIF) bezeichnet wird.

 

Links & Kontakte

Allgemeine Informationen

 

 

Kontakte/Beratung in Deutschland

Bund

Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)
Referat I 3 - Europäische Raum- und Stadtentwicklung
Deichmanns Aue 31 - 37
53179 Bonn
E-Mail: interreg@bbr.bund.de
Internet

Brigitte Ahlke
Tel: +49 22899 401-2330
E-Mail: brigitte.ahlke@bbr.bund.de
Alpenraum, Nordwesteuropa (in Vertretung)

Dr. Wilfried Görmar
Tel: +49 22899 401-2328
E-Mail: wilfried.goermar@bbr.bund.de
Mitteleuropa, Donauraum, INTERACT (in Vertretung)

Jens Kurnol
Tel: +49 22899 401-2304
E-Mail: jens.kurnol@bbr.bund.de
Nordseeraum, Ostseeraum


Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)
Referat G 31 - Europäische Raum- und Stadtentwicklungspolitik/territorialer Zusammenhalt
Invalidenstraße 44
10115 Berlin
Internet

Dr. Katharina Erdmenger
Tel: +49 3018-300-2630
E-Mail: katharina.erdmenger@bmvi.bund.de
Donauraum, Nordseeraum, Ostseeraum

Peter Jung
Tel: +49 3018-300-2631
E-Mail: peter.jung@bmvi.bund.de
Alpenraum, Mitteleuropa, Nordwesteuropa


Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Scharnhorststraße 34-37
10115 Berlin
Internet

Nina Wagner
Tel: +49 30 18615-6765
E-Mail: Nina.Wagner@bmwi.bund.de
Alpenraum, Donauraum, Mitteleuropa

Bernd Kloke
Tel: +49 30 18615-7660
E-Mail: Bernd.Kloke@bmwi.bund.de
Donauraum, Mitteleuropa, Nordwesteuropa, Ostseeraum

Henry Witusch
Tel: +49 30 18615 7632
E-Mail: henry.witusch@bmwi.bund.de
Nordseeraum, Nordwesteuropa, Ostseeraum, INTERACT


Auswärtiges Amt
Karsten Steinig
Werderscher Markt 1
10117 Berlin
Tel: +49 3018 17-2520
E-Mail: e07-9@auswaertiges.amt.de
Ostseeraum
Internet

Bundesländer

Baden-Württemberg
Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg
Neues Schloss
Schlossplatz 4
70173 Stuttgart
Internet

Dr. Susanne Ast
Tel: +49 711 123-2712
E-Mail: susanne.ast@mfw.bwl.de
Alpenraum, Donauraum, Mitteleuropa (Federführung), Nordwesteuropa

Anton Pfauth
Tel: +49 711 123-2086
E-Mail: anton.pfauth@mfw.bwl.de
Mitteleuropa, Nordwesteuropa

Nadja Scheglow
Tel: +49 711 123-2342
E-Mail: nadja.scheglow@mfw.bwl.de
Alpenraum, Mitteleuropa

Bayern
Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Dr. Florian Ballnus
Rosenkavalierplatz 2
81925 München
Tel: +49 89 9214-3144
E-Mail: Florian.Ballnus@stmuv.bayern.de
Alpenraum (Federführung)
Internet

Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat
Odeonsplatz 4
80539 München
Tel: +49 89 2306 3113
Donauraum, Mitteleuropa, Nordwesteuropa
Internet

Berlin/Brandenburg
Gemeinsame Landesplanungsabteilung der Länder Berlin und Brandenburg
Lindenstraße 34a
14467 Potsdam
Internet

Horst Sauer
Tel: +49 331 866-8720
E-Mail: Horst.Sauer@gl.berlin-brandenburg.de
Mitteleuropa, Ostseeraum

Annegret Höing
Tel: +49 331 866-8713
E-Mail: annegret.hoeing@gl.berlin-brandenburg.de
Mitteleuropa, Ostseeraum

Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung
Martin-Luther-Str. 105
10825 Berlin
Internet

Anja Bork
Tel: +49 30 9013 8212
E-Mail: Anja.Bork@senwtf.berlin.de
Mitteleuropa; Ostseeraum

Barbara Staib
Tel: +49 30 9013 8111
E-Mail: Barbara.Staib@senwtf.berlin.de
Mitteleuropa

Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten (MWE)
Gisela Mehlmann
Heinrich-Mann-Allee 107
14473 Potsdam
Tel: +49 331 866-1650
E-Mail: gisela.mehlmann@mwe.brandenburg.de
Internet
Mitteleuropa, Ostseeraum

Bremen
Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen
Contrescarpe 72
28195 Bremen
Petra Staats
Tel: +49 421 361-16536
E-Mail: petra.staats@bau.bremen.de
Nordseeraum, Ostseeraum
Internet

Hamburg
Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
Senatskanzlei
Hermannstraße 15
20095 Hamburg
Internet

Claudia Eggert
Tel: +49 40 42831 2652
E-Mail: Claudia.Eggert@sk.hamburg.de
Nordseeraum

Thomas Jacob
Tel: +49 40 42831 2656
E-Mail: Thomas.jacob@sk.hamburg.de
Ostseeraum

Hessen
Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung
Kaiser-Friedrich-Ring 75
65185 Wiesbaden
Internet

Matthias Bergmeier
Tel: +49 611 815-2911
E-Mail: matthias.bergmeier@hmwvl.hessen.de
Nordwesteuropa

Anke Lieb-Peters
Tel: +49 611 815-2912
E-Mail: anke.lieb-peters@hmwvl.hessen.de
Nordwesteuropa


Mecklenburg-Vorpommern
Ministerium für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Dr. Gabriele Hoffmann
Schloßstr. 6-8
19053 Schwerin
Tel: +49 385 588 8043
E-Mail: gabriele.hoffmann@em.mv-regierung.de
Mitteleuropa, Ostseeraum
Internet

Niedersachsen
Niedersächsische Staatskanzlei
Planckstraße 2
30169 Hannover
Internet

Monika von Haaren
Tel: +49 511 120-8474
E-Mail: Monika.vonHaaren@stk.niedersachsen.de
Nordseeraum (Federführung), Ostseeraum, INTERACT

Ingrid Kürsten
Tel: +49 511 120-8473
E-Mail: Ingrid.Kuersten@stk.niedersachsen.de
Nordseeraum (Federführung), Ostseeraum


Regierungsvertretung Lüneburg
Auf der Hude 2
21339 Lüneburg
Birgit Gutt
Tel: +49 4131 15-1329
E-Mail: Birgit.Gutt@rv-lg-niedersachsen.de
Ostseeraum


Nordrhein-Westfalen
Ministerium für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen
Berger Allee 25
40213 Düsseldorf
Internet

Ilka Meisel
Tel: +49 211 61772 167
E-Mail: Ilka.Meisel@mweimh.nrw.de
Nordwesteuropa


Rheinland-Pfalz
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz
Stiftsstraße 9
55116 Mainz
Internet

Petra Schelkmann
Tel: +49 6131 16-5833
E-Mail: Petra.Schelkmann@mwkel.rlp.de
Nordwesteuropa (Federführung)

Christoph Linscheid
Tel: +49 6131 16 2128
E-Mail: christoph.linscheid@mwkel.rlp.de
Nordwesteuropa

Saarland
Ministerium für Inneres und Sport
Keplerstraße 18
66117 Saarbrücken
Internet

Brigitte Jülch-Schumann
Tel: +49 681 501-4604
E-Mail: b.juelch-schumann@innen.saarland.de
Nordwesteuropa

Sachsen
Sächsisches Staatsministerium des Inneren
Wilhelm-Buck-Straße 2
01097 Dresden
Internet

Dirk Dreßler
Tel: +49 351 564-3450
E-Mail: dirk.dressler@smi.sachsen.de
Mitteleuropa

Thomas Gneipelt
Tel: +49 351 564-3453
E-Mail: Thomas.Gneipelt@smi.sachsen.de
Mitteleuropa

Regina Hille
Tel: +49 351 564-3456
E-Mail: Regina.Hille@smi.sachsen.de
Mitteleuropa

Sachsen-Anhalt
Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt
Turmschanzenstraße 30
39114 Magdeburg
Internet

Ken Gericke
Tel: +49 391 567-7437
E-Mail: Ken.Gericke@mlv.sachsen-anhalt.de
Mitteleuropa

Frank Thäger
Tel: +49 391 567-3501
E-Mail: Frank.Thaeger@mlv.sachsen-anhalt.de
Mitteleuropa

Schleswig-Holstein
Ministerium für Justiz, Kultur und Europa des Landes Schleswig-Holstein
Lorentzendamm 35
24103 Kiel
Internet

Susanne Lamaack
Tel: +49 431 988 2148
E-Mail: Susanne.Lamaack@jumi.landsh.de
Nordseeraum

Mario Schulz
Tel: +49 431 988-2131
E-Mail: Mario.Schulz@jumi.landsh.de
Ostseeraum

Eileen von Elsner
Tel: +49 431 988 2132
E-Mail: Eileen.Vonelsner@jumi.landsh.de
Nordseeraum

Dr. Kaarina Williams
Tel: +49 431 988-2120
E-Mail: Kaarina.Williams@jumi.landsh.de
Ostseeraum (Federführung)

Thüringen
Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft
Werner-Seelenbinder-Str. 8
99096 Erfurt
Internet

Dr. Klaus BongartzTel: +49 361 3791-515
E-Mail: klaus.bongartz@tmil.thueringen.de
Mitteleuropa

Contact Points

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Referat 25
Katharina Ertl
Rosenkavalierplatz
281925 München
E-Mail: Katharina.Ertl@stmuv.bayern.de
Tel: +49 89 9214 4307
Internet

Donau Contact Point Deutschland
am Donaubüro Ulm
Dr. Judit Schrick
Kronengasse 4/3 89073 Ulm
Tel: +49 731-96 91 44 75
E-Mail: judit.schrick@mfw.bwl.de
Internet

Deutscher National Contact Point Interreg NWE 2014-2020
Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz
Stiftsstraße 9
55116 Mainz
Internet

Petra Schelkmann
Tel: +49 6131 16 2120
E-Mail: info@nwe-kontaktstelle.de
Christoph Linscheid
Tel: +49 6131 16-2120
E-Mail: info[at]nwe-kontaktstelle[dot]de

Deutscher National Contact Point Interreg V B Nordseeraum
Senat der Freien und Hansestadt Hamburg
Senatskanzlei
Hermannstraße 15
20095 Hamburg
E-Mail: National-Contactpoint@sk.hamburg.de
Internet

Petra Devillers
Tel.: +49 40 42831 2659
E-Mail: Petra.Devillers@sk.hamburg.de

Maike Horn
Tel: +49 40 42831 1477
E-Mail: Maike.Horn@sk.hamburg.de

Interreg V B – Mitteleuropa: Central Europe Contact Point Deutschland (CCP)
Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung in Dresden
Weberplatz 101217 Dresden
Dr. Bernd Diehl
Tel.: +49 351 4679-277
E-Mail: b.diehl@ioer.de
Internet

Kontakte/Beratung in Österreich

National Contact Point
beider Österreichischen Raumordnungskonferenz (ÖROK)
Ballhausplatz 1 (Hofburg)(Eingang Michaelerkuppel - Michaelerplatz)
A-1014 Wien
Tel.: +43 1 53 53 444 0
Internetseite

Ansprechpartner:

Martina BACH
Tel.: +43 (1) 53 53 444 - 22
E-Mail: bach(at)oerok.gv.at
Alpenraum, URBACT, EUSALP

Anna-Maria SCHOBER
Tel.: +43 (1) 53 53 444 - 21
E-mail: schober(at)oerok.gv.at
Donauraum, Interreg Europe,Südosteuropa,INTERREG IVC,EUSDR

Andrea RAINER CEROVSKÁ
Tel.: +43 (1) 53 53 444 - 16
E-mail: cerovska(at)oerok.gv.at
Mitteleuropa, CADSES, Südosteuropa

Elisabeth STIX
Tel.: +43 (1) 53 53 444 - 13
E-mail: stix(at)oerok.gv.at
ESPON

 

 

Projektbeispiele

Projekte (2014-2020)

Meine Geschichte, deine Geschichte – Literaturbörse

@Herbert Prieschl

Mit der stattfindenden Literaturbörse Meine Geschichte, Deine Geschichte gibt es eine neue und spannende literarische Plattform, bei der man einen Überblick über aktuelle Neuerscheinungen der Literaturlandschaft aus dem Sprachraum Oberösterreich & Bayern verschaffen kann. Durch das Kommunikationsmittel der Literatur, das fast so alt ist wie die Welt selbst, kommen Menschen zusammen, um sich Geschichten zu erzählen. Die Themen dieser Geschichten sind vielfältig und ebenso unterschiedlich wie die Menschen, die sie erzählen, sei es in Oberösterreich, sei es in Bayern.

Literaturbegeisterte Personen erarbeiteten im Vorfeld gemeinsam ein anspruchsvolles Programm, das nun im Rahmen der Literaturbörse öffentlich präsentiert wird. Ein ausgewählter Querschnitt interessanter Texte von Schreibenden aus der Region wird in Form eines szenischen Literatur-Abends abwechslungsreich und unterhaltsam präsentiert. Der Abend möchte ein breitgefächertes Spektrum aus Gedanken, Träumen und Hoffnungen unserer heutigen Gesellschaft widerspiegeln und soll als kommunikative Plattform dienen.
Für die Literaturbörse wird zusätzlich eigens eine Broschüre zusammengestellt, die Schreibende aus dem Sprachraum Oberösterreich & Bayern mit deren literarischen Neuerscheinungen präsentiert, sowie einen Überblick über Verlage und literarische Netzwerke aus der genannten Region bietet.

Das Projekt Meine Geschichte, Deine Geschichte möchte vor allem aber eins: Lust machen auf mehr Literatur aus der Region – denn es gibt es eine unglaubliche Vielfalt an kreativem literarischem Schaffen.

Die Literarturbörse ist ein Projekt des Vereins kult:Mühlviertel und des Vereins Passauer Volksbühne. Über INTERREG werden der Aufbau und die erste Durchführung der Literaturbörse gefördert; für die Zukunft ist eine Fortführung der Literaturbörse im 2-Jahrestakt angedacht.

Programmbereich: INTERREG A, Österreich – Bayern,
Laufzeit: 2016-2017
Fördersumme: 23.550 Euro
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Kulturachse Nord - Neue Wege der grenzübergreifenden Besuchergewinnung im Kunst- und Kulturbereich

Die kulturelle Mobilität über die Grenze hinweg ist immer noch nicht so ausgeprägt, wie sie sein könnte. Es bestehen noch Barrieren, kulturelle Einrichtungen im Nachbarland zu besuchen. Dieser Herausforderung wollen sich die Kunsthalle Emden und das Drents Museum in Assen gezielt stellen. Ziel des Projekts „Kulturachse Nord“ ist es, den Anteil grenzübergreifender Besucher zu erhöhen. Beispielhaft für Kunst- und Kultureinrichtungen in der Ems Dollart Region wollen die beiden Partner mit dem Projekt herauszufinden, mit welchen Maßnahmen dieses am besten gelingt. Die beiden Kunstmuseen werden dieses anhand einer sechsmonatigen grenzübergreifenden Ausstellung erproben.

Das Projekt Kulturachse Nord umfasst dabei die Feststellung der derzeitigen Besucherstrukturen, die Planung der neuen Maßnahmen vor Ausstellungsbeginn, deren Umsetzung sowie die Auswertung des Erfolgs der Maßnahmen und der neu gewonnenen Besucheranteile nach Ausstellungsende. An der Durchführung der Maßnahmen sind die Kuratoren, Museumspädagogen Marketing-Verantwortlichen sowie die Museumsleitung beider Häuser beteiligt.

Programmbereich: INTERREG A Deutschland-Nederland, Priorität Soziokulturelle und territoriale Kohäsion des Programmgebietes
Laufzeit: 2017-2019
Fördersumme: 192.179 Euro
Weitere Informationen

Pierres Numériques – Digitale Steine

Festival PERSPECTIVES 2017, Soiree Pierres Numerique ©Oliver Dietze

Im Mittelpunkt des Projektes „Pierres Numériques – Digitale Steine“ steht die künstlerische und inhaltliche Auseinandersetzung mit herausragenden Orten des industriellen Erbes im einstigen Kohlerevier Saarland/Lothringen, die sich hervorragend als Spielorte für neue Formate der Inszenierung (zeitgenössische multimediale Erzählformen und Performance) eignen und damit grenzüberschreitenden Austausch und Mobilität im Bereich der Kulturschaffenden, der Gastspiele und Künstler, aber vor allem des (jungen) Publikums – in der Region und darüber hinaus – befördern. Einhergeht ein ehrgeiziges Programm zur Digitalisierung der Bestände des grenzüberschreitenden Erbes.

18 Projektpartner beteiligen sich an dem grenzüberschreitenden Projekt. Projektkoordinator ist die Moselle Arts Vivants (Lo). Ein Projektpartner ist die Stiftung für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit, die als Träger des Festivals Perspectives zum Beispiel folgende Projekte im Rahmen von „Pierres Numériques – Digitale Steine“ durchführt:

Metamorphose (2016): Diese multimediale Installation eines saarländischen Künstlerpaares im E-Werk widmete sich der Frage nach dem kulturellen/industriellen Erbe und seiner Rolle und Funktion heute. Sie setzte die einstige Elektromotorenhalle durch Licht, Video und Projektionsflächen in Szene.

KompleX KapharnaüM: Je ne suis pas un héros, quoique! (2017)
Die Fassaden der ehemaligen Grubengebäude in der Mine Wendel in Petite Rosselle (F)  dienten als Leinwand für ein monumentales audiovisuelles Fresko der renommierten französischen Association Eureka; eine beeindruckende Rückblende in die Zeit der Kohleförderung.

Programmbereich: INTERREG A Großregion - Prioritätsachse 2: Förderung einer umweltfreundlichen Entwicklung der Großregion und einer Verbesserung des Lebensumfelds
Laufzeit: 2016-2019
Fördersumme: 4 560 000 Euro
Weitere Informationen

Kulturplattform Donauraum – Kreative Orte des 21. Jahrhunderts

©Rainer Prohaska

Eine wechselvolle Geschichte hat den Donauraum als kulturell und historisch reiches, jedoch fragmentiertes Territorium geprägt. Der Untergang von Imperien, der 1. und 2 Weltkrieg, das Menschheitsverbrechen des Holocaust, der Krieg am Balkan in den 1990er Jahren, Migrationsbewegungen, gezwungen oder ungezwungen sind Kapitel seiner Geschichte. Nicht zuletzt hat die Spaltung in zwei politische und ökonomische Systeme Spuren hinterlassen. (Im)materielles Kulturerbe ist (un)sichtbarer Zeuge der historischen Entwicklungen.

Die Kulturplattform Donauraum plant eine neue Kooperation von Kultur und Tourismus mit dem Ziel, Europäische Kulturrouten zu unterstützen und zu erweitern. Sie will ausgetretene Pfade verlassen, verstecktes Kulturerbe sichtbar machen und sucht nach zeitgenössischen künstlerischen Interpretationen und neuen Vermittlungsformaten für historische Orte und Ereignisse. Alte und neue Geschichten über das sichtbare und unsichtbare Kulturerbe in der Donauregion sollen zur Entwicklung neuer Angebote im Kulturtourismus für ein Publikum des 21. Jahrhunderts anregen.

Das Projekt steht in Kontext des Europäischen Jahres des Kulturerbes 2018 und der Einreichung des westlichen Abschnitts des römischen Donaulimes in Bayern, Österreich, der Slowakei und Ungarn als UNESCO-Weltkulturerbe im Jahr 2018.

Förderprogramm: Ausrichtung B Österreich - Interreg Danube Transnational
Laufzeit: 2017-2019
Fördersumme: 1,4 Mio Euro
Weitere Informationen

InduCult2.0

©Gina Zimmermann

InduCult2.0 bringt Regionen jenseits der Metropolen in Mitteleuropa zusammen, die stark
auf Industrieproduktion ausgerichtet sind. Die Partnerschaft entdeckt gemeinsam die industriebasierte Kultur dieser Regionen, um diese als attraktive Orte für Arbeiten, Leben und Erholung zu positionieren. InduCult2.0 geht über traditionellen Denkmalschutz und museale Darstellung hinaus: Die kulturellen Qualitäten vergangener, gegenwärtiger und zukünftiger Industrie werden zusammengebracht und gemeinsam als eine starke Kraft genutzt. Industriekultur wird auf diese Weise ein dynamisches Konzept, das die fortwährenden Transformationen der industriellen Wirtschaft spiegelt und die Gesellschaft der Regionen aktiv formt.

Die vier thematischen Schwerpunkte des Projekts sind:
• Etablieren und Bekanntmachen des Konzeptes lebendiger Industriekultur in Mitteleuropa
• Herausarbeiten von Industriekultur als zentralem Identitätstifter in Industrieregionen
• Sicherung von Arbeitskräften und Bindung von Unternehmen durch Industriekultur;
• Fördern von Pioniergeist, Kreativität und Innovation im Umfeld der Industrie und ihrer
Hinterlassenschaften.

Die strategischen und wissenschaftlichen Ergebnisse sollen erstmalig einen umfassenden Überblick zum Potential lebendiger Industriekultur in Mitteleuropa liefern. Neben 8 regionalen Strategien zu Industriekultur ergänzt durch Aktionspläne und einer mitteleuropäischen Strategie, testen 15 Pilotaktionen das Konzept in der Praxis und dienen als Beispiele für interregionalen Austausch.

Acht traditionsreiche Industrieregionen sind Projektpartner: Der Landkreis Zwickau (Deutschland), die Stadtgemeinde Leoben (Österreich), der Verband der Lokalen Aktionsgruppen in der Region Karlovy Vary (Tschechische Republik), die Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Padova (Italien), das BSC – Zentrum für Wirtschaftsförderung Kranj (Slowenien), der Landkreis Sisak-Moslavina (Kroatien), das Zentrum für Wirtschaftsentwicklung der Region Opole (Polen) und das Stebo Kompetenzzentrum für Gemeinschaftsentwicklung, Genk (Belgien).

Programmbereich: INTERREG B, Mitteleuropa, Natural and Cultural Resources
Laufzeit: 2016-2019
Fördersumme: 2.448.852 Euro
Weitere Informationen

COME-IN! – Cooperating for Open Access to Museums – towards a WidEr Inclusion

@Come-In!Projekt

Für viele Museen in Mitteleuropa bedeutet die Gestaltung ihrer Räumlichkeiten und Ausstellungen nach dem Konzept „für Alle“, welches Menschen mit unterschiedlichen Ansprüchen an die gebaute Umwelt einen gleichberechtigten Zugang auch zu kulturellen Einrichtungen ermöglichen soll, eine große Herausforderung. Die Gründe hierfür liegen in fehlenden Erfahrungen und organisatorischem Know-how im Zusammenhang mit barrierefreier Gestaltung sowie begrenzten finanziellen Spielräumen sowohl für Investitionen als auch für eine zielgerichtete Vermarktung. Vor diesem Hintergrund verfolgt das EU-Projekt COME-IN! das Ziel, die Situation kleiner und mittelgroßer Museen durch die Öffnung für möglichst viele verschiedene Nutzergruppen mit verschiedenen Ansprüchen an eine barrierefreie Zugänglichkeit und Erlebbarkeit zu stärken.

Der Ansatz von COME-IN! basiert auf einem vielschichtigen Netzwerk von Museen, Verbänden und Interessensvertretungen von Menschen mit Behinderungen, Forschungs- und Weiterbildungseinrichtungen sowie politischen Vertretern, die in enger Kooperation ein innovatives strategisches Vorgehen zur Förderung von „Museen für Alle“ entwickeln, um deren Attraktivität und öffentliche Wahrnehmung zu fördern. Gemeinsam werden transnational umsetzbare Herangehensweisen diskutiert und etabliert sowie ein strukturierter Wissenstransfer organisiert. Dazu werden Handlungsanleitungen zur Schaffung barrierefrei erlebbarer Sammlungen und Ausstellungen und ein Trainingshandbuch für Museumsbeschäftigte entworfen und innerhalb des Projektnetzwerkes erprobt. Daneben werden Pilotaktionen und die Weiterbildung von Museumsverantwortlichen durchgeführt und die Ergebnisse u.a. anhand eines Monitorings zur Nutzerzufriedenheit und der Besucherzahlen analysiert.

Auf Basis der gewonnenen Erfahrungen wird mit dem COME-IN!-Label ein innovatives Marketinginstrument zur Auszeichnung von Museen, die die entsprechenden Anforderungen erfüllen, geschaffen, über das Museumsnetzwerk in die Öffentlichkeit gebracht und von der lokalen bis zur europäischen Ebene als Qualitätsmerkmal von Museen für Alle verbreitet.

Aus Österreich ist das "Bildungs- und Rehabilitationszentrum Österreich (BBRZ)", der "Österreichische Zivilinvalidenverband Bundesverband" (ÖZIV) und der "Verein Museum Arbeitswelt" in Steyr beteiligt. Aus Deutschland ist die Fachhochschule „University of Applied Sciences“ Erfurt, das „Museum für Ur- und Frühgeschichte des Archäologischen Landesmuseums Thüringen (ALT)“ in Weimar und die „NETZ - Medien und Gesellschaft e.V.“ aus Erfurt beteiligt.

 

Programmbereich: INTERREG B, Mitteleuropa, Environment & Culture
Laufzeit: 2016-2019
Fördersumme: 2,13 Mio. Euro
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2nd Chance: Waking up the sleeping giants!

Sandplatz Spinnerei Foto: Loquita Pictures

Wiederbelebung und Inwertsetzung im Sinne einer nachhaltigen Stadtentwicklung sind die Themen  des URBACT-Netzwerks “2nd Chance: Waking up the sleeping giants!”. Gemeinsam ist den Partnerstädten des Netzwerks, Neapel, Brüssel, Caen, Dubrovnik, Genua, Gijon, Liverpool, Lublin, Maribor, Porto und Chemnitz, dass ihr Stadtbild von einer Vielzahl größerer leerstehender Gebäude, Komplexe oder von Gebieten mit vielen leerstehenden Bauten geprägt ist, die ihre ursprüngliche Funktion verloren haben, teilweise verfallen sind und in ihrem gegenwärtigen Zustand für die Städte und Eigentümer ein Problem oder zumindest eine Herausforderung darstellen. Im Fokus des Netzwerks steht die Revitalisierung dieser „schlafenden Riesen“. Hierfür werden gemeinsame Strategien und Konzepte erarbeitet und ausgetauscht.

Lokale Arbeitsgruppen werden involviert und der Öffentlichkeit neue Wege eröffnet, wie sie dazu beitragen kann, aus den Brachflächen neue lebendige Stadträume entstehen zu lassen. Der Prozess, der sich an guten Beispielen und den stadtplanerischen Besonderheiten der einzelnen Standorte orientiert, soll zu einer integrierten urbanen Gebietsentwicklung beitragen. Für die Neubelebung spielen soziale, ökonomische und ökologische Faktoren eine Rolle, aber auch ebenso kulturelle. Chemnitz bringt sich beispielsweise in das EU-Projekt mit der Weiterentwicklung des ehemaligen, teilweise denkmalgeschützten Spinnereimaschinenbaus Altchemnitz und dessen Öffnung zum Quartier in das transnationale Netzwerk ein. Hier soll u. a. ein Konzept für eine Vielzahl kommerzieller und kultureller Nutzungsmöglichkeiten entwickelt werden. Dabei dienen die Schönherrfabrik und das alternative Haus- und Kulturprojekt „Kompott“ in Chemnitz als hiesige Vorbilder.

Aktuell sind 40 Prozent der Gebäude auf dem ehemaligen Werkskomplex vermietet und es gibt verschiedene, teils temporäre Nutzungen im Bereich Freizeit, Nachtleben oder Sport. Im Rahmen des Projekts wird das Kunst- und Kulturfestival „Wolkenkuckucksheim” mit verschiedenen Konzerten, Künstlern, Vorführungen, Lesungen, Workshops und Installationen, das auf ein überregionales Publikum setzt, in 2016 und 2017, finanziell unterstützt.

Die Stadtgeographin Katja Manz hat zusammen mit Schülern Material zu verschiedenen industriegeschichtlich bedeutsamen Orten in Chemnitz gesammelt, Informationen eingeholt und Interviews geführt. In der App "Industriegeschichte erleben" kann man diese Orte anklicken und so die Infos vor Ort abrufen: Was war da früher, was ist heute dafür angedacht? Geplant ist eine Weiterentwicklung der App exemplarisch für den Spinnereimaschinenbau und eine Zusammenarbeit mit der Europäischen Route der Industriekultur ERIH.

Programmbereich: INTERREG Ausrichtung C, URBACT III, Typ „Aktionsplanungs-Netzwerk“
Förderdauer: September 2015 – Mai 2018
Fördersumme: 615.014 Euro
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Projekte (2007-2013)

Diverstity4Kids

In diesem Projekt setzen sich Schulkinder zwischen 8 und 14 Jahren mit interkulturellen Unterschieden auseinander und lernen dabei ganz spielerisch die Vorteile von Vielfalt zu verstehen. Vorurteile, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung werden erkannt und überwunden. Dabei werden Spiele und narrative Methoden wie Oral History und Storytelling genutzt, damit die unterschiedlich sozialisierten Kinder und Jugendlichen sich selbst und einander kennenlernen. Das Projekt richtet sich an Schulklassen und bietet eine Spielebox (Rollenspiel, Improvisationstheater, Biographiewerkstatt, Narration) in deutscher und italienischer Sprache an, eigens dazu ausgebildete SpielleiterInnen werden in Nord- und Südtirol kostenlos zur Verfügung gestellt. Rund 100 Einsätze sind im gesamten Projektzeitraum vorgesehen.
Das Projekt findet unter der Leitung des Zentrums für MigrantInnen in Tirol statt. Kooperationspartner sind die Europäische Akademie Bozen, die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino und das Centro Culturale Luciano Tavazza per il volontariato e la partecipazione in Friuli Venezia Giulia.

Laufzeit: 2012-2014 (Ausrichtung A (Grenzüberschreitende Zusammenarbeit))
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Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (TAP)

Im Zeitraum 2011-2013 wurde das Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst als Interreg-IV-Projekt Italien-Österreich finanziert. Das Tirol Archiv ist eine bleibende und nachhaltig wirkende Institution für den geschichtsträchtigen Regionalraum "Osttirol - Südtiroler Pustertal", Gedächtnisspeicher und Ort der Wissensvermittlung zugleich. Anhand des Mediums Photographie werden in dem Archiv das verbindende Element des Pustertales durch historische Aufnahmen sowie die Gemeinsamkeiten innerhalb der Europaregion Tirol durch künstlerisches Bildmaterial vermittelt.
Somit trägt das Tirol Archiv zur Identität auf lokaler und regionaler Ebene bei und leistet einen Beitrag zur grenzüberschreitenden Dokumentation der gesamten Landesentwicklung.
Das Projekt wird vom Lead Partner Verein Tiroler Archiv für photographische Dokumentation und Kunst (Liezen, AT) in Kooperation mit der Stadtgemeinde Bruneck - Stadtarchiv (IT) durchgeführt.

Laufzeit: 2011-2013 (Ausrichtung A (Grenzüberschreitende Zusammenarbeit))
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Creative Drive

Das INTERREG IV A Projekt "Creative Drive - Business as Unusual" nimmt die Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region Maas-Rhein in den Blick. Es bringt Autoren, Musiker, Filmemacher, Künstler, Architekten, Designer, Werber und Spielesektor an der Schnittstelle zu anderen Wirtschaftssektoren zusammen. Kreativ arbeitenden Menschen in der Region werden Einblicke in neue Branchen und Märkte vermittelt. Zentrale Elemente der im Rahmen von "Creative Drive" angebotenen Weiterbildungsmaßnahmen sind die systematische Erschließung neuer Marktmöglichkeiten, die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen, bessere Sichtbarkeit der Branche und die unternehmerische Qualifizierung der Akteure. Die Inhalte werden über Projektarbeit, Gruppen- und Einzelcoachings sowie Trainings und Seminare von Experten vermittelt. Durch die Arbeit in interdisziplinären Projektteams sollen privatwirtschaftliche oder gesellschaftliche Fragen aus völlig neuen Blickwinkeln beleuchtet werden.
Koordinierende Einrichtung von "Creative Drive" ist die Stadt und das Gründerzentrum Kulturwirtschaft Aachen (DE). Partner sind die Gemeente Heerlen (NL), Les Ateliers D'Art Contemporain in Lüttich (BE), die Stichting AINSI in Maastricht (NL), das Medienzentrum der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens, die WfG Ostbelgiens in Eupen sowie die Design Platform Limburg (BE) und die Stad Genk (BE).

Laufzeit: 2010-2013 (Ausrichtung A (Grenzüberschreitende Zusammenarbeit))
Fördersumme: 1,34 Mio. Euro
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BalticMuseums 2.0 Plus

"Baltic Museums 2.0 Plus" baut auf dem Projekt "BalticMuseums 2.0" auf, das von 2008 bis 2011 im Rahmen von INTERREG IV A gefördert wurde. Im Rahmen dieses Projektes wurde ein Prototyp für einen mehrsprachigen eGuide für die Meeresmuseen in der südlichen Ostseeregion entwickelt. Mit "BalticMuseums 2.0 Plus" wird nun die Weiterentwicklung und Einführung des mehrsprachigen eGuides mit gemeinsamen Inhalten der Partner ermöglicht. In den kommenden drei Jahren soll das elektronische Besucherleitsystem bei den am Projekt beteiligten Museen eingerichtet werden. Der eGuide stellt den Besuchern Bild-, Ton- und Textmaterial zur Verfügung. Auch können mit dem System besondere Touren, z.B. für Eltern mit Kindern, angeboten werden. Ein wichtiger Bestandteil des eGuides ist die gemeinsame Nutzung der gleichen Inhalte in den Meeresmuseen der Region.
Koordinierende Einrichtung ist wie schon beim Vorgängerprojekt die Fachhochschule Stralsund (DE). Die fünf Partnereinrichtungen sind das Deutsche Meeresmuseum, die Universität Stettin (PL), das Gdynia Aquarium (PL), das Lithuanian Sea Museum (LT) und das Museum of the World Ocean (RU). 

Laufzeit: 2010-2013 (Ausrichtung A (Grenzüberschreitende Zusammenarbeit))
Fördersumme: 947.920 Euro
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Danube Limes Band

Die ehemaligen Grenzen des Römischen Imperiums, der Limes, sollen die weltgrößte archäologische Stätte werden und gesamthaft als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichnet werden. Sind bislang drei Limes-Abschnitte in England, Deutschland, Slowakei und Ungarn ausgezeichnet, sollen nun auch Abschnitte in den Ländern an der unteren Donau nominiert werden. Zu diesem Zweck wird eine gemeinsame Marketingstrategie entwickelt.
Der Donau Limes ist eine beeindruckende archäologische Landschaft mit unzähligen militärischen Einrichtungen, welche die Geschichte der jahrhundertelangen römischen Kultur erzählt. Derzeit finden nur sporadisch gemeinsame Aktivtäten und länderübergreifende Kooperationen zwischen den Limes-Regionen vom Schwarzwald bis zum Schwarzen Meer statt.
Ziel des Projektes ist es, einen Aktionsplan für eine gemeinsame Kulturroute und die Kulturmarke "Danube Limes" zu entwickeln. Das Projekt wird unter der Leitung des Instituts für Geschichte an der Universität Wien und insgesamt 14 Partnern aus Bulgarien, Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, der Slovakei und Ungarn durchgeführt.

Laufzeit: 2012-2014 (Ausrichtung B (Transnationale Zusammenarbeit))
Fördersumme: 828.000 Euro
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Cultural Capital Counts

Bei diesem Projekt arbeiten zehn Europäische Regionen aus sechs unterschiedlichen EU-Mitgliedstaaten zusammen, um die Entwicklung dieser Regionen voranzutreiben, und konzentrieren sich dabei auf das, was als "Seele jeder Region" bezeichnet werden kann - auf die immateriellen Ressourcen und das immaterielle kulturelle Erbe, auf gelebte Traditionen, Wissen und Talente. Das Projekt soll den Menschen in den Regionen die Bedeutung des immateriellen Erbes vermitteln, sie auf die Einzigartigkeit ihrer Region aufmerksam machen und ihre Verbindung zur Region, zur Landschaft und zur Kultur stärken. Somit kann die nachhaltige Regionalentwicklung gestärkt werden, die wiederum zur Attraktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Region beiträgt. Das Projekt sieht vier Arbeitsschritte vor: 1. Identifizierung des immateriellen Kulturerbes durch Interviews,  Expertenbesuche und Veröffentlichung einer Broschüre; 2. Entwicklung von Methoden und Instrumenten für die Nutzbarmachung von kulturellen Ressourcen in einem transnationalen Workshop und durch die Veröffentlichung eines Handbuchs; 3. Testen der neuen Methoden und Instrumente in ausgewählten Regionen, dazu werden Workshops und Pilot-Trainings angeboten und eine Evaluierung durchgeführt; 4. Entwicklung und Umsetzung der Strategie "Kulturelle Ressourcen für nachhaltige Regionalentwicklung".
Das Projekt wird unter der Leitung vom Steirischen Vulkanland (Österreich) und von acht weiteren Partnerorganisationen aus Österreich, Italien, Slowenien, Ungarn, Polen und Deutschland durchgeführt.

Laufzeit: 2011-2014 (Ausrichtung B (Transnationale Zusammenarbeit))
Fördersumme: 1.790.000 Euro
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Creative City Challenge

Das transnationale Projekt "Creative City Challenge" konzentrierte sich auf die Förderung der Kreativwirtschaft in der Nordseeregion. Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg analysierte gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, wie der Wirtschaftsförderung Bremen, der Stadt Oldenburg und der Kulturetage GmbHg (Oldenburg) und mit weiteren Städten und Institutionen aus Belgien, Dänemark, den Niederlanden, Schweden und dem  Vereinigten Königreich Herausforderungen und Hindernisse für die regionale Kreativwirtschaft. Einbezogen wurden die Bereiche Musik, Buch, Theater, Rundfunk, Design und PR. Angestrebt war eine methodisch effektive Strategie zur Schaffung wettbewerbsfähiger und innovativer Ökonomien im städtischen und ländlichen Raum der Nordseeregion.

Laufzeit: 2009-2012 (Ausrichtung B (Transnationale Zusammenarbeit))
Fördersumme: 2.074.974 Euro
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Hybride Parks

Das Projekt "Hybride Parks: Stärkere Aufwertung von Parks für eine nachhaltige Regionalentwicklung durch die Verknüpfung ihrer Ressourcen und die Förderung von Synergien" wird durch INTERREG IV C im Bereich "Kulturerbe und Kulturlandschaften" gefördert. Ziel des von der Stiftung Schloss Dyck (DE) koordinierten Projektes ist es, Empfehlungen zu entwickeln, wie öffentliche Parks und Gärten in künftige lokale und regionale Klimaschutzkonzepte einbezogen werden können. Hierfür haben sich 16 Kommunen, Regionalverbände, Universitäten, Regierungsorganisationen und Umweltverbände aus zehn Ländern zusammengeschlossen. Diese Partnerschaft ist aus dem "European Garden Heritage Network" hervorgegangen, welches durch INTERREG III B gefördert worden war und jetzt um weitere Einrichtungen erweitert wurde. Deutsche Partner sind die Staatskanzlei des Landes NRW, der Landschaftsverband Rheinland und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Österreichische Partner sind die Gartenplattform Niederösterreich und der Umweltschutzverein Bürger und Umwelt. Bei der Aufwertung der Parks spielen zahlreiche Politikfelder eine wichtige Rolle: ökonomische Entwicklung, Diversifikation ländlicher Räume, Schutz von Umwelt, Kulturlandschaft und kulturelles Erbe sowie Stadtentwicklung. In Fallstudien sollen die Potentiale von Parks und Gärten für den Tourismus, Stadterneuerung, aktive Teilhabe der Bevölkerung und die Stärkung des Umweltbewusstseins herausgearbeitet werden. Es werden zwölf Workshops zu regionaler Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialpolitik durchgeführt und dazu, wie diese verschiedenen Ansätze am effektivsten kombiniert werden können. Um den Erfahrungsaustausch und den Best-Practice-Transfer zwischen den Partnern zu ermöglichen, werden Konferenzen und Ortstermine in Österreich, Schweden und Großbritannien durchgeführt. Auf der Abschlusskonferenz in Nordrhein-Westfalen wird der Projektbericht präsentiert und das im Rahmen des Projekts entwickelte "Hybrid Park Modell" für ein integratives Parkmanagement vorgestellt.

Laufzeit: 2012-2014 (Ausrichtung C (Interregionale Zusammenarbeit))
Fördersumme: 1,96 Mio. Euro
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CREATIVE METROPOLES

Im Rahmen dieses Netzwerks aus elf europäischen Städten soll die Aufmerksamkeit für politische Strategien, die einen positiven Einfluss auf Wachstum und Entwicklung des Kreativsektors haben gesteigert werden. Hierfür werden die Situation der Kultur- und Kreativwirtschaft in den Städten sowie das öffentliche Fördersystem und die Entwicklung kreativer Stadträume analysiert. Im Laufe der Projektarbeit sollen Förderstrategien und Handlungspläne für die Städte entworfen werden, um Wachstum und Entwicklung des kreativen Sektors voranzutreiben. Der Erfahrungsaustausch findet in fünf Schlüsselgebieten statt: Struktur öffentlicher Förderung für die Kreativwirtschaft, Betriebswirtschaftliches Leistungsvermögen und Internationalisierung der Kreativwirtschaft, Raum für Aktivitäten des Kreativsektors und kreative Stadträume als Gründungszentren, Förderstrategien für die Kreativwirtschaft sowie Anforderungen an die Ergebnisse der Kreativwirtschaft inklusive Stadtverwaltungen in der Rolle als Konsumenten.
Aus Deutschland ist die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Berlin an dem Projekt beteiligt. Die weiteren Partner sind Riga (LV), Helsinki (FI), Oslo (NO), Tallinn (EE), Vilnius (LT), Stockholm (SE), Warschau (PL), Birmingham (UK), Amsterdam (NL) und Barcelona (ES).
 
Laufzeit: 2008-2011 Ausrichtung C ((Interregionale Zusammenarbeit))
Fördersumme: 2,44 Mio. Euro

Creative Growth

Mit dem Projekt "Creative Growth" soll ein Beitrag zur europäischen Wettbewerbsfähigkeit geleistet werden. Im Mittelpunkt steht dabei die Beschleunigung des regionalen Wirtschaftswachstums, durch die Entwicklung des Kreativsektors als neuer Wirtschaftszweig. Hierfür sollen neues Wissen und Beispiele guter Praxis in der Politikgestaltung etabliert werden, um die Entwicklung der Politik auf lokaler und regionaler Ebene zu beeinflussen. Ziel von "Creative Growth" ist es, Unternehmern im Kreativbereich zu vermitteln, wie sie im Kreativsektor geschäftlich tätig werden können. Das Projekt richtet sich an politische und nicht-politische Entscheidungsträger, Business Support Organisationen, Endnutzer, Unternehmen im Kreativsektor und die allgemeine Öffentlichkeit.
Koordinator des Projekts ist die Östsam Regional Development Agency aus Schweden mit neun Gemeinden und Verbänden aus Bulgarien, Italien, Spanien, Litauen, Rumänien, Großbritannien, Schweden und Norwegen.
 
Laufzeit: 2008-2011 (Ausrichtung C (Interregionale Zusammenarbeit))
Fördersumme: 1,48 Mio. Euro
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