Regionale Entwicklung

Ein wesentliches Anliegen der Europäischen Union ist es, die soziale und wirtschaftliche Entwicklung im Gemeinschaftsgebiet zu unterstützen und somit die Unterschiede zwischen den Regionen in diesem Bereich zu reduzieren. Sie trägt zur Verbesserung der Beschäftigungsmöglichkeiten in Stadt und Land oder zur Wiederbelebung benachteiligter Stadtviertel bei, sie unterstützt die Entwicklung im ländlichen Raum, den Umweltschutz und die Verkehrsinfrastruktur.

Die EU-Strukturförderung der Förderperiode 2014-2020  hat – im Sinne der Strategie Europa 2020 – zum Ziel, Arbeitsplätze zu schaffen und das Wachstum anzukurbeln sowie die Problembereiche Klimawandel, Energieabhängigkeit und soziale Ausgrenzung in Angriff zu nehmen.
Finanziert werden die Strukturförderung und die Regionalpolitik weiterhin durch drei Strukturfonds: den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), den Europäischen Sozialfonds (ESF) und den Kohäsionsfonds. Der Landwirtschaftsfonds (ELER) wurde in die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) integriert.

Kulturförderung durch die Strukturfonds

Die Mittel aus den Struktur- und dem Landwirtschaftsfonds spielen für die Förderung von Kulturprojekten eine bedeutende Rolle. Insbesondere in der Förderung der regionalen Entwicklung durch den EFRE kam der Kultur in den vergangenen Jahren eine zunehmend gewichtige Funktion zu.

Auf Basis der Studie "Study on the Contribution of Culture to Local and Regional Development - Evidence from the Structural Funds", die 2010 im Auftrag der Europäischen Kommission erstellt wurde, hat der Rat Schlussfolgerungen über dieses Thema veröffentlicht. Darin wurde das Ziel festgelegt, Kultur und Kreativität für die regionale Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen stärker zu nutzen. Mit den Strukturfonds sollen geeignete Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Kultur- und Kreativwirtschaft geschaffen werden.

Die vom österreichischen Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur in Auftrag gegebene und im November 2011 präsentierte Studie "Der Kreativ-Motor für regionale Entwicklung" zeigt darüber hinaus, dass die Kunst- und Kulturförderung in Österreich wesentlich durch Strukturfondsmittel geleistet wird.

Die vom Europäischen Parlament in Auftrag gegebene Studie "Nutzung der Strukturfonds für Kulturprojekte" von Juli 2012 sieht Kultur als Mittel zur Erhöhung der Anziehungskraft europäischer Städte, Regionen und Länder und zeigt die Breite von Investitionen im kulturellen Bereich auf.