Mobilität
Das Jahr 2006 wurde von der EU zum
Europäischen Jahr der Arbeitskräftemobilität
erklärt. Es sollte dazu beitragen, den Nutzen einer Tätigkeit im Ausland bewusst zu machen und Interesse an neuen
Beschäftigungsmöglichkeiten auch außerhalb des Heimatlandes zu wecken.
Der freie Verkehr von Waren, Personen und Dienstleistungen innerhalb der Europäischen Gemeinschaft ist wesentlicher
Bestandteil des Vertrages von Maastricht, mit dem eine stärkere Integration der Union eingeleitet wurde. Die Mobilität
der europäischen BürgerInnen ist auf vielen Ebenen bedeutsam: Der internationale Austausch zwischen Fachleuten aller
Wissens- und Produktionsbereiche hat wirtschaftliche Bedeutung für Europa; wenn möglichst viele Menschen durch
Auslandsaufenthalte die sprachlichen und kulturellen Eigenheiten anderer Länder kennenlernen, wächst die Chance auf ein
tolerantes Miteinander zwischen den Völkern der Welt und für den Einzelnen bedeuten Auslandserfahrungen während Schulzeit,
Berufsausbildung, Studium und im Beruf in der Regel eine Verbesserung seiner weiteren beruflichen Perspektiven.
Eine Eurobarometer-Umfrage (aus dem Europäischen Jahr der Arbeitskräftemobilität 2006, s.o.) bestätigt, dass Mobilität die Karrierechancen erhöht: 59 Prozent der Menschen, die sich
außerhalb ihrer Heimatregion auf Stellensuche begaben, fanden innerhalb eines Jahres Arbeit, während diejenigen,
die an Ort und Stelle verblieben, nur zu 35 Prozent Erfolg hatten.
Wesentlicher Pfeiler eines Großteils der EU-Programme und Initiativen ist die Kooperation zwischen Institutionen,
Organisationen und Personen und damit auch die Förderung der Mobilität. Eine Auswahl:
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das Bildungsprogramm
Lebenslanges Lernen (speziell die Aktionen
ERASMUS und
LEONARDO DA VINCI)
fördert die Mobilität von SchülerInnen und StudentInnen sowie der Lehrkräfte und weiterer Fachkräfte aus den Bereichen Hochschulbildung sowie allgemeine und berufliche Bildung
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EUROPASS - die internationale Anerkennung von Qualifikationen erleichtert die Mobilität von Studierenden (
Europass-Mobilität)
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das
Querschnittsprogramm des Programms Lebenslanges Lernen fördert mit dem Aktionsbereich "virtueller Campus" die Mobilität von Studierenden und DozentInnen
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das
KULTUR-Programm (2007-2013) fördert die Mobilität von KünstlerInnen aller Sparten und ihrer Werke
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das Programm
JUGEND in Aktion fördert Jugendbegegnungen und Auslandsaufenthalte von Jugendlichen
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im 7. Forschungsrahmenprogramm wird die Mobilität von WissenschaftlerInnen im Programm "Menschen" insbesondere durch die
Marie-Curie-Maßnahmen gefördert
Portale:
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Das europäische
PLOTEUS-Portal
(Portal on Learning Opportunities Throughout the European Space; im Altgriechischen
bedeutet Ploteus "Navigator") bietet Informationen über Bildungs- und Berufsbildungsangebote
in Europa.
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EURES
- das europäische Portal zur beruflichen Mobilität enthält eine europäische Datenbank für
Stellenangebote und Informationen zur Aus- und Weiterbildung in Europa.
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Mobilitäts-Portal für ForscherInnen
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Datenbank zu Mobilitätsfragen
On-the-Move
insbesondere für darstellende KünstlerInnen des Informal European Theatre Meeting
(
IETM),
das IETM verwaltet zudem den
Roberto Cimetta Fonds,
der Reisestipendien für darstellende KünstlerInnen aus den und in die Mittelmeer-Anrainerstaaten
finanziert.
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Die European Cultural Foundation (ECF) gewährt über den Europäischen Mobilitätsfonds
S.T.E.P. beyond
(S.T.E.P. steht für Supporting Travel for European Projects) Zuschüsse zu Reisekosten, die bei der Anbahnung von europäischen
Kooperationsprojekten mit Beitrittsländern sowie deren östlichen Nachbarländern entstehen.
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Das Portal
www.wege-ins-ausland.de informiert junge Leute über die unterschiedlichen Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt, ein gemeinsames Portal des Deutschen Akademischen Austausch Diensts (DAAD), des Internationalen Jugendaustausch- und Besucherdiensts der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) e.V., der Internationalen Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWEnt), des Pädagogischen Austauschdiensts der Kultusministerkonferenz der Länder (PAD) und der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung der Bundesanstalt für Arbeit (ZAV).
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Der DAAD bietet Studierenden aller Fachrichtungen Unterstützung für Studium, Forschung und Praktikum mit
Freemover - Stipendienprogramm (FMS) Europa und mit dem Förderprogramm
Go East, speziell für Auslandsaufenthalte in Osteuropa.
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Der
ÖAD - österreichische Austauschdienst - ist Österreichs größte gemeinnützige Serviceorganisation im Bereich der wissenschaftlichen Mobilität.
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Das weltweite Studentennetzwerk
AIESEC fördert den internationalen Austausch und vermittelt Auslands-Praktika.
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ELSA (European Law Students Association) vermittelt Auslands-Praktika an Studierende der Rechtswissenschaft.
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Das Osteuropa-Institut der FU Berlin bietet eine
Praktikumsbörse Osteuropa für Studierende aller Fachrichtungen.
Dokumente:
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Die
Studie über Mobilität
und freien Verkehr von Personen und Produkten im kulturellen Bereich" (April 2002) analysiert
im Auftrag der Kommission Probleme, die KünstlerInnen aus den Bereichen der bildenden sowie
der Bühnenkünste daran hindern, stärker in anderen europäischen Ländern zu arbeiten, und
führt eine Reihe von Good Practices an, die Lösungsansätze für aktuelle
Mobilitätshindernisse bieten.
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Eines der zentralen Ziele des Bologna-Prozesses zur Schaffung eines europäischen Hochschulraums
ist die Förderung der Mobilität im Hochschulbereich. 1999 vereinbarten 29 europäische Staaten
durch Unterzeichnung der
Bologna-Erklärung (pdf)
eine stärkere Abstimmung ihrer Hochschulpolitiken.