Bildungsförderung in der Europäischen Union

Die Bildungsförderung der Europäischen Union erfolgt über das Programm Erasmus +. Erasmus+ ist das EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport für den Zeitraum 2014-2020.

Erasmus+ Bildung

Erasmus+ knüpft an die europäischen Programme an, die die Europäische Kommission in den Jahren 2007-2013 durchgeführt hat. Um Teilnehmern und Begünstigten früherer Programme den Weg zu Erasmus+ zu weisen und die nötige Kommunikation und Verbreitung sicherzustellen, können für die betreffenden Aktionen in einem bestimmten Sektor zusätzlich zur Marke „Erasmus+ʺ auch die folgenden Bezeichnungen verwendet werden:

  • Erasmus+: Comenius: Programmaktivitäten ausschließlich im Schulbereich
  • Erasmus+: Erasmus: Programmaktivitäten, die ausschließlich den Hochschulbereich betreffen
  • Erasmus+: Erasmus Mundus: Aktivitäten im Zusammenhang mit den Erasmus Mundus Gemeinsamen Masterabschlüssen
  • Erasmus+: Leonardo da Vinci: Programmaktivitäten ausschließlich im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung
  • Erasmus+: Grundtvig: Programmaktivitäten ausschließlich im Bereich der Erwachsenenbildung
  • Erasmus+: Jugend in Aktion: Programmaktivitäten, die ausschließlich nichtformales und informelles Lernen bei Jugendlichen betreffen
  • Erasmus+: Jean Monnet: Spitzenleistungen in Lehre und Forschung im Zusammenhang mit EU-Studien
  • Erasmus+: Sport: Programmaktivitäten ausschließlich im Bereich Sport

Mit dem Ziel künstliche Barrieren zwischen verschiedenen Aktionen und Projektformen abzubauen und Synergien zu fördern, werden seit 2014 die sieben bis dahin einzeln geführten EU-Programme unter dem Dach Erasmus+ neu zusammengefasst und darüber hinaus um Programmaktivitäten im Bereich Sport erstmalig erweitert. Förderfähige Aktivitäten im Sportsektor sind zum Beispiel Kooperationspartnerschaften zur Förderung der sportlichen Integrität oder auch gemeinnützige europäische Sportveranstaltungen. Erasmus+ soll den Programmländern helfen, das Potenzial der Talente und der sozialen Güter in Europa aus der Perspektive des lebenslangen Lernens wirksam zu nutzen, indem die Unterstützung von Aktivitäten zum formalen, nichtformalen und informellen Lernen in allen Bereichen der allgemeinen und beruflichen Bildung und im Jugendbereich miteinander verbunden wird.

Das Programm Erasmus+ ist nicht mehr nach Zielgruppen, sondern in folgende drei Leitaktionen / Key Actions (KA) unterteilt:

1. „Lernmobilität von Einzelpersonen”

  • Mobilität von Lernenden und von Personal
  • Vollstipendien und Darlehen für Masterabschlüsse

2. „Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren”

  • länderübergreifende, strategische Partnerschaften
  • Wissensallianzen
  • Allianzen für branchenspezifische Fertigkeiten
  • Kapazitätsaufbau
  • elektronische Plattformen wie eTwinning, EPALE oder das Europäische Jugendportal

3. „Unterstützung politischer Reformen”

  • Wissen zur faktengestützten Politikgestaltung und zur Überwachung
  • Initiativen zur Anregung innovativer politischer Konzepte
  • Unterstützung europäischer politischer Instrumente
  • Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen
  • Förderung des Dialogs mit Akteuren von politischen Maßnahmen und des Programms
    unter Einbezug öffentlicher Stellen 

Eckdaten

Wer kann beantragen?

Teilnehmen können Organisationen aus:

  • den 28 EU-Mitgliedsstaaten
  • Island, Liechtenstein und Norwegen
  • der ehemaligen Jugoslawische Republik Mazedonien und der Türkei
  • die Schweiz nimmt als Partnerland an Erasmus+ teil. Die Schweizerische Stiftung für eidgenössische Zusammenarbeit gibt Informationen dazu, wie sich Organisationen aus der Schweiz beteiligen können.

Benachbarte Partnerländer der EU können je nach Aktion unter bestimmten Bedingungen und Kriterien teilnehmen. Dazu gehören Albanien, Bosnien und Herzegowina, Republik Kosovo, Montenegro, Serbien, Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Moldawien, Ukraine, Weißrussland, Algerien, Ägypten, Israel, Jordanien, Libanon, Libyen, Marokko, Palästina, Syrien, Tunesien sowie die Russische Föderation. Darüber hinaus gibt es für einige Aktionen des Programms weitere Partnerländer, die detailliert im Programmleitfaden aufgeführt sind.

Die Bedingungen für die Teilnahme variieren je nach Aktion, generell können alle Organisationen teilnehmen, die in den Bereichen allgemeine und berufliche Bildung, Jugend oder Sport tätig sind.

Was wird gefördert?

Aktionen, die vorwiegend – aber nicht ausschließlich – die allgemeine und berufliche Bildung betreffen (Chancen im Hochschulbereich, in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, in der schulischen Bildung und in der Erwachsenenbildung). Innerhalb der genannten Key Actions (KA) können alle Antrags- und Teilnahmeberechtigte ihre Anträge stellen. Die für die Sparte Bildung relevanten und förderbaren Maßnahmen werden im Folgenden kurz vorgestellt:

Erasmus+ Schulbildung

Im Rahmen von Erasmus+ Schulbildung können Maßnahmen in allen drei Key Actions beantragt werden. Gefördert werden u.a.:

  • Mobilität von Lehrkräften,
  • Ausbau von IT-Plattformen wie eTwinning
  • Erweiterung von strategischen Partnerschaften, worunter die bisherigen Schulpartnerschaften fallen.

Erasmus+ Hochschulbildung

Im Rahmen von Erasmus+ Hochschulbildung werden gefördert u.a.:

  • internationale Mobilität von Studierenden und Lehrkräften
  • Joint Master Degrees
  • Modernisierung und Stärkung der internationalen Dimension von Hochschulbildung.

Ein spezieller Fokus soll dabei auf den Nachbarländern der EU liegen.

Erasmus+ Berufsbildung

Im Rahmen von Erasmus+ Berufsbildung erhalten Personen in der beruflichen Ausbildung und Lehrlinge u.a. die Möglichkeit, für einen Schulungsaufenthalt oder ein Praktikum ins Ausland zu gehen.

Erasmus+ Erwachsenenbildung

Erasmus+ Erwachsenenbildung richtet sich an Mitglieder der Erwachsenenbildung, Trainer, Personal und Lehrende. Gefördert werden sollen u.a.:

  • der verstärkte Austausch sowie die Weiterbildung von Lehrkräften
  • die Erweiterung der Fremdsprachenkompetenz der Teilnehmenden.

Die für jede Leitaktion förderbaren Maßnahmen der einzelnen Key Actions werden im Programmleitfaden detailliert aufgeführt.

Programmleitfaden Erasmus+
Im Programmleitfaden von Erasmus+ finden Sie weiterführende Informationen zu den Schwerpunkten des Programms, den unterstützten Maßnahmen, den für verschiedene Maßnahmen verfügbaren Mitteln und den genauen Teilnahmebedingungen. Antragsteller müssen die, in diesem Leitfaden erläuterten Teilnahme- und Finanzierungsbedingungen, erfüllen.

Bewilligungskriterien

Die Bewilligungskriterien unterscheiden sich je nach Maßnahme deutlich voneinander. Detaillierte Informationen dazu sind im Programmleitfaden zu finden. So wird beispielsweise der Antrag eines nationalen Mobilitätskonsortiums nach den Kriterien „Relevanz des Konsortiums”, „Qualität der Zusammensetzung des Konsortiums und der Kooperationsvereinbarungen”, „Qualität der Konzeption und der Durchführung der Aktivitäten durch das Konsortium” sowie „Wirkung und Verbreitung” bewertet.

Finanzielle Aspekte

Das Gesamtbudget für die Laufzeit 2014-2020 beträgt 14,8 Mrd. Euro. Davon entfallen rund 77,5 Prozent (11,4 Mrd. Euro) auf die Bildungsprogramme.

Antrags- und Auswahlverfahren

Für eine Antragstellung müssen sowohl Antragsteller als auch Partner sich im Registrierungsportal der Europäischen Kommission (European Commission Authentication Service - ECAS) sowie im Participant´s Portal anmelden, um einen so genannten PIC (Personal Identification Code) zu erhalten. Dabei werden rechtliche und finanzielle Informationen der Organisation im zentralen Registrierungsportal der Europäischen Kommission (URF = Unique Registration Facility) hinterlegt. Erst danach ist die Generierung des Antragsformulars möglich. Die Anträge werden über eine Funktion im Antragsformular direkt elektronisch entweder bei der Exekutivagentur Bildung, Audiovisuelles und Kultur (EACEA) eingereicht oder bei der jeweiligen Nationalagentur. In Abhängigkeit zum Beginn der Maßnahme sind Antragsfristen einzuhalten, die im Programmleitfaden genannt werden.

Rechtsgrundlage

Verordnung (EU) Nr. 1288/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Dezember 2013 zur Einrichtung von Erasmus+, dem Programm der Union für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport, und zur Aufhebung der Beschlüsse Nr. 1719/2006/EG, Nr. 1720/2006/EG und Nr. 1298/2008/EG, Amtsblatt der Europäischen Union Nr. L 347 vom 20. Dezember 2013, S. 50

   

Links & Kontakte

Kontakt/Beratung in Deutschland

Erasmus+ Schulbildung

Sekretariat der Kultusministerkonferenz
Pädagogischer Austauschdienst
Graurheindorfer Straße 157
53117 Bonn
Tel.: 0228 / 501 245
E-Mail: pad@kmk.org
Internetseite


Erasmus+ Hochschulbildung

Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V. (DAAD)
Nationale Agentur für EU Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50
D-53175 Bonn
Tel.: 0228 / 8820
E-Mail: erasmus@daad.de
Internetseite


Erasmus+ Erwachsenenbildung/Berufsbildung

Nationale Agentur Bildung für Europa beim Bundesinstitut für Berufsbildung (NA beim BIBB)
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Tel.: 0228 / 107 1676
E-Mail: na@bibb.de
Internetseite

Kontakt/Beratung in Österreich

Nationalagentur Erasmus+ Bildung

Nationalagentur Erasmus+ Bildung
Ebendorferstraße 7
A-1010 Wien
Tel.: +43 1 534 08 – 0
Fax +43 1 534 08 – 699
E-Mail: erasmusplus@oead.at

Internetseite

 

 

 

Projektbeispiele

Projekte (Programm 2014-2020)

Interkulturelle Zusammenarbeit an gemeinsamen Kulturgut – Fachlicher Austausch zwischen tschechischen und deutschen Lernenden in der Holzrestaurierung

Fachakademie Restauratorenausbildung München ©Goering Institut e.V.

Beim Gemeinschaftsprojekt der höheren Schule für Restaurierung aus Brünn, Tschechien und der Fachakademie für Restauratorenausbildung, dem Goering Institut e.V, aus München dreht sich alles um einen barocken Sakristeischrank, der zur Ausstattung der Maria Himmelfahrts-Kirche in Brünn gehört. Das mit polychromen Skulpturen und Gemälden geschmückte Möbel, ist Gegenstand der restauratorischen Zusammenarbeit. Das auf den ersten Blick gut erhaltene Schmuckstück weist einen massiven Feuchtschaden und gravierenden Schädlingsbefall auf. Daneben liegen zahlreiche konstruktive Schäden, Fehlstellen und unfachmännisch ausgeführte Überarbeitungen vor. Neben der vordringlichen Aufgabe der Substanzsicherung fällt den Studierenden die Aufgabe zu, gemeinsam ein umfassendes Konservierungs- und Restaurierungskonzept zu erarbeiten und im zweiten Schritt die Restaurierungsmaßnahmen durchzuführen. Hierfür werden Studierende der Restaurierung beider Länder ihr Auslandspraktikum bei dem jeweiligen Partner absolvieren, wobei nicht nur eine gegenseitige Wissensvermittlung stattfindet, sondern auch der für die europäischen Idee so wichtige kulturelle Austausch zwischen den jungen Teilnehmern. Bis zu 24 tschechische und deutsche Studenten sind in verschiedenen Workshops an der Restaurierung beteiligt. Die Projektsprache ist Englisch. Neben den Maßnahmen in der Sakristei arbeitet der überwiegende Teil der Studenten in den Werkstätten der Schule, in die sämtliche polychromen Objekte und Gemälde, Schubladen und Türen transferiert wurden.

Laufzeit: 2015 -2017 (Leitaktion 1- Berufliche Aus- und Weiterbildung)
Fördersumme: 87.904 Euro
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EUrbanities - Empowering civil participation through game based learning

©Comparative Research Network e.V.

Die Auswirkungen von Exklusion, Gentrifizierung, räumlicher Verdrängung und anderer Prozesse, die in Zusammenhang mit dem Wandel und Wachstum der Städte stehen, sind am deutlichsten auf der Nachbarschaftsebene zu spüren. Europaweit stehen der Bürgerbeteiligung und der aktiven Mitgestaltung an urbanen Prozessen Hindernisse im Weg. Solche Barrieren sind: Fehlender Informationsfluss, fehlende Kommunikation und Kooperation zwischen betroffenen Akteuren sowie ein eingeschränkter Zugriff auf Wissen um die Möglichkeiten von Beteiligung. EUrbanities möchte unter Einbeziehung der Betroffenen neue Ansätze und Methoden in den Blick nehmen, um die Barrieren abzubauen. Ein spielebasiertes Lerninstrument wird entwickelt, das mit interaktiven Lernmethoden helfen soll, den Teilnehmern Kenntnisse über verschiedene Formen basisorientierter Beteiligung zu vermitteln. Für die Entwicklung des neuen Lerninstruments werden Erfahrungen zusammengetragen und ausgewertet. In einer zweiten Phase werden mögliche Szenarien von Beteiligung in unterschiedlichen Wohnumgebungen getestet. Unter Einbeziehung lokaler Akteure, wie Schulen, Gemeinschaftszentren, Bürgerinitiativen und lokalen Behörden, werden insgesamt 5000 Personen erreicht und geschult. E-Books dienen der Verbreitung der Fallstudien. Institute, Organisationen und Vereine aus Polen, Deutschland, Finnland, Rumänien und Italien arbeiten für das Projekt zusammen. Aus Deutschland ist das Comparative Research Network e.V. mit Sitz in Berlin beteiligt.

Laufzeit: 2015-2018 (Leitaktion 2 – Erwachsenenbildung)
Fördersumme: 203.865 Euro
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vidumath - creative video for mathematics

©vidumath

Bei vidumath geht es darum, dass Schülerinnen und Schüler selbst Videos produzieren, um dadurch Mathematik zu lernen bzw. besser zu verstehen. Es liefert kreative Ideen für problemorientiertes Lernen, eingebettet in einen pädagogischen Rahmen, der es den Lehrkräften erlaubt, den Lernenden dabei zu helfen, eigene Medien zu entwickeln. Das Projekt richtet sich an drei Zielgruppen: Schülerinnen und Schüler zwischen 9 und 12 Jahren, Mathematiklehrerinnen und –lehrer und an die Öffentlichkeit. Das Mittel Video ist ein kreatives und multi-sensorisches Werkzeug, das auf Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen sehr motivierend wirkt, die Schule mit den eigenen Medien-Welten der Kinder und Jugendlichen verbindet und Lerngelegenheiten erweitert. Vidumath wird seinen Schwerpunkt auf visuelle Videos (mit nur geringem bis keinem Sprachanteil) setzen, da diese leicht europaweit eingesetzt werden können. Es besteht auch die Möglichkeit, Untertitel in beliebigen Sprachen zu erstellen. Alle Videos werden veröffentlicht und als offene Bildungsressourcen online gestellt. Schulen, universitäre Forschungseinrichtungen sowie Kultureinrichtungen sind an vidumath beteiligt. Projektpartner aus Deutschland sind der Kulturring in Berlin e.V. und der Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Mathematik (IuM) der Fachhochschule Bielefeld.

Laufzeit: 2015-2017 (Leitaktion 2 Schulbildung / Strategische Partnerschaften im Schulbereich)
Fördersumme: 174.804 Euro
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European Academy of Participation (EAP)

©Federmann und Kampczyk design

Das Projekt European Academy of Participation sieht Partizipation in Kunst und Kultur als zentrales Instrument, um Menschen an gesellschaftlich konstruktiven Prozessen teilhaben zu lassen. Zehn Akteure aus dem Bereich der höheren Bildung aus ganz Europa – Universitäten, Erwachsenenbildungsinstitutionen, Theater- und Kunstorganisationen -  erstellen zunächst eine gemeinsame Methodologie als Ausgangspunkt für die anschließende Entwicklung eines Ausbildungs- und Weiterbildungsmodul  für Studierende, Absolventen und Fachkräfte aus künstlerischen und kulturellen Bereichen und der Geisteswissenschaften. Ein zweimonatiges Intensivmodul, ein sogenannter "low-residency Kurs" wird in enger Zusammenarbeit der universitären Einrichtungen und Kulturorganisationen ausgearbeitet und in Modellversuchen umgesetzt. Die bisher in vielen künstlerischen Ausbildungen recht starre Grenze zwischen partizipatorischer Praxis und akademischer Ausbildung soll dabei gelockert werden und Kenntnisse verschiedener Sektoren einfließen. Mit den Erfahrungen aus der Praxis, von Künstlern, Kuratoren, dem Publikum und politischen Entscheidungsträgern, werden neue Berufsprofile und Arbeitsfelder in den Blick genommen. Die Berufsfähigkeit und die Einstellungschancen von Absolventen der Hochschulen, die dieses Modul einsetzen, sollen so erhöht werden. Fragen rund um politische und ethische Verantwortung und Autorschaft stehen ebenfalls im Fokus der European Academy of Participation. Eine Publikation mit zahlreichen Fallstudien wird entstehen und online veröffentlicht, gemeinsam mit weiteren Texten dienen sie der Verbreitung und Weiterentwicklung neuer Modelle der Partizipation in Kunst und Kultur. Verschiedene nationale und regionale Aspekte von kulturellem Verständnis und Partizipation, für die sensibilisiert wird, werden sich im Endergebnis wiederspiegeln und sollen so Ansätze eines europäischen Kulturbegriffes der Diversität bieten. Deutscher Partner ist das Goethe-Institut in Lyon.

Laufzeit: 2015-2018 (Leitaktion 2 - Hochschulbildung (Strategische Partnerschaften))
Fördersumme: 422.978 Euro
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EUROPETOUR - Vocational Training in Cultural Tourism for European Heritage

©Europetour/Shutterstock

EUROPETOUR zielt auf die Stärkung ländlicher Regionen bei der Erschließung des ökonomischen Potentials im Kulturtourismus. Europa ist voller einzigartiger Kulturschätze, die Gäste aus aller Welt anziehen. Die europäische Kultur beschränkt sich jedoch nicht nur auf den urbanen Raum. Der ländliche Raum nimmt rund 80 % der europäischen Fläche ein, zu ihm gehören mehr als 4.500 Kleinstädte und Dörfer, die weniger als 20.000 Einwohner haben. Die meisten dieser Orte besitzen Kulturschätze, wie historische Gebäude, lebendige Traditionen und kulturelle Attraktionen jeglicher Art. EUROPETOUR will die Verbesserung der beruflichen Weiterbildung von Akteuren im ländlichen Raum erreichen, um sie für kulturtouristische Angebote zu qualifizieren. Zehn Einrichtungen und Netzwerke aus Kultur, Tourismus, Berufsqualifizierung, öffentlicher Verwaltung und Wirtschaftsförderung aus acht europäischen Ländern entwickeln zusammen ein Schulungsprogramm. Die professionelle Einbindung sozialer Medien und das Online-Marketing von kulturtouristischen Angeboten erfährt besondere Berücksichtigung. Die deutschen Projektpartner sind der Kultur und Arbeit e.V. (Bad Mergentheim), die Tourismusgemeinschaft Heilbronner Land (Heilbronn) und die Mitglieder des kulturhistorischen KIRA-Netzwerks für Heilbronn-Franken.

Laufzeit: 2015-2016 (Leitaktion 2 - Hochschulbildung (Strategische Partnerschaften))
Fördersumme: 321.327 Euro
Weitere Informationen

"Kita Interkulturell" Interkulturelles Lernen pädagogischer Fachkräfte aus Hamburger Kitas vor Ort um einen Perspektivwechsel zu erfahren und zu vermitteln

©Kita-Werk Altona-Blankenese

Der Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ermöglicht seinen Mitarbeitenden aus den Kitas und Standorten der ganztägigen Bildung und Betreuung an Schulen (GBS) eine Schulung im Bereich interkultureller Arbeit. Die pädagogischen Fachkräfte dieser Einrichtungen erhalten die Möglichkeit, an einem internationalen Kitaaustausch für jeweils 4 Wochen in Partner-Kitas in Griechenland, Portugal, Italien oder Brasilien teilzunehmen. Ziel des Aufenthaltes der PädagogInnen im europäischen Ausland und Brasilien, sowie der Gegenbesuche, ist die Mitarbeit in den Einrichtungen vor Ort und die aktive Arbeit mit den Kindern. Die Kenntnisse über das Leben der Kinder in ihrer Heimat sollen vertieft werden. Ein Austausch findet darüber statt, wie Kinder und ihre Familien leben und was sie essen, wo die Kinder zur Schule gehen, wie und was sie spielen, welche Lieder sie singen, welche Feste sie feiern und vieles mehr. Zudem wird ein inhaltlicher Austausch über Schutz- und Präventionsmöglichkeiten und den Umgang mit traumatisierten Kindern weitergeführt. Durch das Kennenlernen der anderen Lebenswelt und der fremden Familienkultur sollen die pädagogischen Fachkräfte in Ihrer Arbeit weiter sensibilisiert werden. Das Projekt fördert den Blick über den Tellerrand und kann neue Impulse für die Arbeit in den Hamburger Kitas setzen. Der intensive Austausch soll eine langfristige Vernetzung der Beteiligten gewährleisten.

Laufzeit: 2015-2017
Fördersumme. 29.724,00 €
Weitere Informationen

Projekte (Programm 2007-2013)

Artefacts

Das Comenius Projekt Artefacts. An approach to European material culture wurde von sieben Sekundarschulen aus Badia Polesine (Italien), Eger (Ungarn), Stavanger (Norwegen), Sheffield (U.K.), Hallein (Österreich), Grenoble (Frankreich) und Madrid (Spanien) getragen. Im Zentrum des Projekts standen Artefakte, die als Spiegel einer Kultur und Gesellschaft von den Schülerinnen und Schülern ausgewählt, beobachtet, studiert, reflektiert und schließlich einander gegenseitig präsentiert wurden. Dabei eigneten sich die Schülerinnen und Schüler eigenständig Fähigkeiten, Wissen und Forschungsmethoden an und lernten die Welt der Konservierung und der Museologie kennen.
Ganz bewusst wurde dafür ein praktischer Ansatz gewählt, damit die SchülerInnen durch die eigenhändige Auseinandersetzung und Begreifen des Materials ein tiefes Verständnis und Wertschätzung für das kulturelle Universum gewinnen konnten.
Das Projekt wurde in Kooperation mit verschiedenen Museen und Sammlungen vor Ort durchgeführt.

Programm: Comenius (Schulbildung)
Laufzeit: 2012-2014
Fördersumme: 20.000 Euro
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KKK - Mit Kreativität und Kultur gegen Kohlendioxid

Der Klimawandel stellt ein großes Problem dar, doch obwohl bereits viel darüber bekannt ist, ändert sich das Handeln nur sehr langsam. In dem Comenius Projekt "KKK" suchten Schülerinnen und Schüler nach innovativen und kreativen Wegen, um das Problem lustvoller, unterhaltsamer, emotionaler und phantasievoller aufzugreifen und Handlungsperspektiven aufzuzeigen. Dabei standen die Themenbereiche Mobilität, Wald, regenerative Energien und Lebensstil/Konsum im Zentrum.
An den beteiligten sechs Schulen aus Osterholz-Scharmbeck (Deutschland), Aars (Dänemark), Bouxwiller (Frankreich), Zabok (Kroatien), Wien (Österreich) und Budapest (Ungarn) wurde mit Musik, Theater, Textproduktion, Figurentheater, Ausstellungen, Fotografie, Video und Webdesign gearbeitet, aber auch die Entwicklung innovativer Geschäftsideen unterstützt.

Programm: Comenius (Schulbildung)
Laufzeit: 2012-2014
Fördersumme: 20.000 Euro
Weitere Informationen

Serious Game Design Summer School

Die Serious Game Design Summer School bot jungen DesignerInnen und Studierenden die Möglichkeit, Einblicke und Wissen für die Entwicklung, Produktion und das Design von "Serious Games" zu gewinnen (Serious Games sind digitale Spiele, die nicht ausschließlich der Unterhaltung dienen und Informationen und Bildung vermitteln). In der Sommerschule durchliefen die Studierenden alle Stadien einer Spieleentwickler-Firma und schafften dabei Spielkonzepte für eine ausgewählte Zielgruppe zum Thema Gesundheit, Inklusion oder nachhaltige Energie. Theoretische Vorlesungen und praktische Arbeit erwarteten die rund 30 Studierenden in der zweiwöchigen Sommerschule.
Das Projekt wurde unter Leitung der FH Joanneum Informationsdesign (Graz, Österreich) in Kooperation mit der University of Applied Sciences (Tampere, Finnland), der Escola Superior de Artes e Design (Porto, Portugal) und dem Centre of Innovation (Tampere, Finnland) durchgeführt.


Programm: Eramus (Hoschschulbildung)
Laufzeit: 2012-2014
Fördersumme: 20.000 Euro  
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